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Tag: Blogs

ETH startet Blog-Server

Die ETH Zürich hat einen Blog-Server aufgestartet. Campusweit kann nun – projekt- oder lehrbezogen, privat oder eventorientiert – gebloggt werden. Die ETH will damit auch gegen aussen einen unmittelbaren Einblick in die zahlreichen spannenden Aktivitäten der Hochschule vermitteln. O-Ton:

„Mit diesen öffentlichen Tagebüchern geben Forscherinnen Einblick in die Laborarbeit. Exkursionsteams veröffentlichen Berichte und Fotos für die Daheimgebliebenen. Dozenten begleiten ihre Seminarteilnehmer online durch das Semester. E-Learning wird durch ein attraktives und einfaches Werkzeug bereichert.“

NZZ mit Politblog

Die Neue Zürcher Zeitung hat zum Start der Regierungs- und Kantonsratswahlen ein Weblog aufgestartet: NZZ Votum. „Zürcher Parteien diskutieren Themen des Wahlkampfs“, so die Intention der Blog-Macher. Gegliedert ist das Blog in „Parteienblogs“. Tatsächlich nehmen die Parteien oft Bezug auf die Beiträge der Konkurrenten, beispielsweise die GLP in einem Artikel zum Thema Chancengleichheit im Bildungsbereich, in dem sie sich mit der SP reibt.

Blogjahr 2006

Unser höchst subjektiver Rückblick auf das Blogjahr 2006

In diesem Jahr kamen einige spannende Podcast-Blogprojekte ins Rollen, von einem berichteten wir vor kurzem, und zwar von Wanhoffs wunderbarer Welt. Zu nennen ist auch das Podcast im Bildungskontext. Im Gegensatz dazu konnten Videoblogs – bezogen auf den deutschsprachigen Raum – nur punktuell überzeugen. Wem es Video-Schnipsel angetan haben, der schaut sich direkt bei YouTube um – oder bei ähnlichen Angeboten.

In der Fachblogszene hat es unseres Erachtens eine Bewegung in Richtung „Professionalisierung“ gegeben. Es scheinen sich Blogs durchzusetzen, die mit viel Aufwand von Profis bewirtschaftet werden. Dies deutet auch unsere kleine Befragung an. Dort wurden das Namics-Blog sowie das Jobblog besonders positiv bewertet. Auch bei Basicthinking – ebenfalls ein Favorit unserer User – handelt es sich um ein quasi-professionelles Blog.

Bürgerjournalismus, ein schillernder Begriff, der auch im Jahr 2006 gerne und immer wieder bemüht wurde. Doch, wo genau sich im deutschsprachigen Raum etwas breit macht, was einen solch hochtrabenen Begriff rechtfertigte, bleibt vorerst unklar. Die Mittel allein, sich öffentlich Aufmerksamkeit zu verschaffen, führen nicht geradewegs zu so etwas wie Bürgerjournalismus.

Solide und kontinuierlich haben sich bereits erfolgreich etablierte Weblogs entwickelt. Das Weiterbildungsblog ist nach wie vor Klasse, das gilt auch für den Medienspiegel. Dem Dienstraum fehlt der alte Schwung. Geht es um Social-Web-Themen, so sind Netzlernen, Klaus Eck und Jan Schmidt – mit unterschiedlichen Perspektiven – gute Adressen.
Von Glossen, Kommentaren und Kolumnen getragen wird das Basicthinking, Robert Basic hat auch 2006 nichts an Dynamik eingebüsst. (Woher nimmt Robert nur die Energie?) Apropos Energie und Zeit: „… Ich frag mich echt, wo andere Leute, die tagsüber arbeiten, die Zeit zum Bloggen hernehmen, die Glücklichen“, fragt Stefan Mosel in seinem Plasticthinking. Auch bei Plasticthinking wurde, wenn der Eindruck nicht täuscht, gemächlicher gebloggt 2006. Und wenn wir gerade dabei sind: Das neue Sozialjournal-Team hat den nötigen Schwung für die Wiederbelebung des Blog-Klassikers nicht zustande gebracht. Wie es beim Sozialjournal weiter geht, ist wieder offen.

Aufgegeben haben 2006 die Pendlerblogger, welche die Gratis-„Zeitung“ 20Min zu paraphrasieren versuchten. Fast aufgegeben hat Une fille du limmatquai… Die Blog-Instanz aus Zürich ist nun zurück und berichtet wieder aktiv von den Höhen und aus den Niederungen des Alltags.

Unter den Kampagnen-Bloggern ist und bleibt die Blogbar Favorit. Dort wird mit journalistischer Raffinesse recherchiert, polemisiert und operiert. Immerhin: Wichtige Fragen rund um StudiVZ wurden auf diese (Blog-)Art öffentlich.

In der Ostschweiz gibt es mittlerweile ebenfalls eine aktive Blogszene. Dani Fels, Martin Hofmann, Selina Ingold, Sara Bühlmann, Lokalheld und Reto Eugster: Das sind Namen, die einem hierzu einfallen, wobei die einzelnen Blog-Projekte teilweise von Teams bewirtschaftet werden. An der FHS St.Gallen ist 2006 das Fachhochblog in die Gänge gekommen, Martina Götsch und Sara Bühlmann sind Initiantinnen dieses Studierenden-Projektes. 2007 übrigens ist eine Tagung in der Ostschweiz zum Thema Social Web angekündigt (Initianten: Selina Ingold, Martin Hofmann, Reto Eugster). Ebenfalls für 2007 ist eine Neustrukturierung bei der Blogwerkstatt angesagt (dazu gehört zum Beispiel die Medienpraxis).

Bei den Blog-Tools hat sich 2006 der Trend hin zu WordPress als Quasi-Standard fortgesetzt. Mittlerweile ist auch WordPress Schweiz online, besonders aktiv aber ist WordPress Deutschland.

Uns hat das neue Projekt Blaublog 2006 speziell Spass gemacht. Gefreut haben wir uns über zahlreiche unerwartete Reaktionen, über die spontane Zusendung von Texten und Bildern.

Einige Stichworte zu „unserem“ Blogjahr 2006. Bis bald, im neuen Jahr!

Glücksblog: Glück der Woche

Das Glücksblog ist bei Cablecoms Hispeed zum Blog der Woche 51 gewählt worden. Zwar ist das Glücksblog schwer in die Gänge zu bringen, denn es ist aufwändig, gegen das Katastrophische anzudenken. Doch für die Idee selbst gibt es immer wieder Lob und Unterstützung.

WordPress.com: 2500 neue Blogs pro Tag

WordPress.com, einer der Hoster von Blogs auf WordPress-Basis, hat die interne Statistik freigegeben. An erfolgreichen Tagen werden via wordpress.com 2500 neue Blogs eröffnet. Weitere Statistiken

Einfluss der Blogszene

Die Blogszene insgesamt kann den Erfolg einer Marke beeinflussen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des renommierten Marktforschungsinstituts Forrester. Allerdings zeigt die Studie auf, dass es weniger Blog-Einzelaktivitäten sind, die entscheidend sind. Ausschlaggebend ist die Dynamik insgesamt, die über Blog-„Kampagnen“ entstehen kann. Diese Prozesse sind wenig transparent und gewinnen, einmal in Gang gekommen, rasch eine Eigendynamik. Auch ist der Einfluss der Blogszene je nach Weltgegend unterschiedlich. Insgesamt kann aufgrund des aktuellen Wissensstandes angenommen werden, dass sich in den deutschsprachigen Ländern, und besonders in der Schweiz und in Oesterreich, der Einfluss der Blogszene in Grenzen hält. Dies ist im Gegensatz zu Frankreich oder den USA zu sehen.

Weiblich, gebildet, online

Prägnanter als es Heinrich Vaske im Weblog der Computerwoche tut, kann man die aktuelle Studie von Forrester Research zum Thema Weblogs in Europs nicht zusammenfassen:

„Der typische Betreiber eines Weblogs ist … weiblich (57 Prozent), hat eine höhere Ausbildung (47 Prozent), geht jeden Tag online (78 Prozent), verbringt wöchentlich 16 Stunden im Netz — worunter TV- und Printmedien-Konsum leiden — und ist ein Technology Optimist (was immer das bedeuten mag).“

Nicht zum ersten Mal zeigen Studien, dass der Frauenanteil unter der bloggenden Bevölkerung Europas hoch ist. Interessant wäre nun die Nachfrage, ob und allenfalls wie sich die Themenschwerpunkte mit dem steigenden Frauenanteil verändert haben.

Le Monde wechselt zu WordPress

Wenn Printmedien Weblogs nutzen, verwenden sie oft WordPress, das zudem vor wenigen Tagen in einer finalen Multiuser-Version erschienen ist. Nun hat auch das renommierte französische Blatt Le Monde die Blog-Services von Typepad zu WordPress gewechselt. Dies ist dem Weblog Tonis Garage zu entnehmen.

Bloggende CVP

Am Wochenende erscheinen bei uns in der Medienpraxis Blog-Tipps. Dies hat sich inzwischen eingebürgert. Nicht, dass wir nur Blogs vorstellen würden, deren Inhalte, Weltbilder, Perspektiven usw. uns besonders nahe liegen. Es geht darum, auf neue Blogs aufmerksam zumachen, die aus unterschiedlichen Gründen bemerkenswert sein können.

Heute verweisen wir auf das Weblog der CVP Luzern. Dass politische Parteien in der Schweiz bloggen, ist an sich schon eine Besonderheit. Ein Blog-Versuch der SVP ist gescheitert, jedenfalls wurde dieses Blog nach kurzer Zeit wieder geschlossen. Beim CVP-Blog hat man den Eindruck, dass die Beiträge thematisch tatsächlich auf den Hauptlinien der politischen Debatten liegen, und dass es um mehr als blosses Politmarketing geht. Das Blog ist seit rund sieben Monaten aktiv und wird von einem Team betreut.

Rechtliches für Blogger

Darf ich das bloggen?“ Spreeblick widmet sich den rechtlichen Rahmenbedingungen des Bloggens. Soweit ich das als Nicht-Jurist beurteilen kann, sind die Spreeblick-Hinweise auch für Schweizer Blogger interessant. Vielleicht lassen sich insgesamt folgende Regeln aufstellen. Diese decken nicht alle kritischen Rechtsbereiche ab, die durch das Bloggen berührt werden. Wer sich jedoch an die folgenden Punkte hält, kann einige Schwierigkeiten vermeiden:

– Beachte bei Namensgebung/Domain-Wahl Rechte wie das Markenschutzrecht.
– Kennzeichne Zitate und führe Quellen präzis an.
– Ein Artikel soll in der Regel aus mehr bestehen als aus einem „eingeklebten“ Zitat.
– Verwende keine Elemente (Bilder, Videos usw.), über deren Rechte du nicht verfügst.
– Achte auf das Recht am eigenen Bild (Vorsicht, wenn Personen abgebildet sind)
– Setze keine Links auf illegale Websites/Inhalte.
– Kennzeichne bei Links klar, dass du auf externe Ressourcen verweist.
– Unterlasse persönliche Beleidigungen.
– Kläre, unter welchem Rechtsschutz deine Beiträge stehen sollen (Creative Commons?).
– Führe ein korrektes Impressum.

Überprüfen, wo seine eigenen Texte im Web multipliziert worden sind, lässt sich übrigens mit CopyScape.

Damit dürften sich ein Teil der bestehenden Risiken einschränken lassen. Alle Angaben von einem Nicht-Juristen und schon deshalb: ohne Gewähr. Ergänzungen erwünscht, ebenso Korrekturen usw. Die Kommentarfunktion eignet sich für solche Rückmeldungen.

Mediendemokratisierung?

Unter Informatik und Medien äussert sich die Neue Zürcher Zeitung heute zu „Mediendemokratie“ und Weblogs.

„Die frohen Vorkämpfer von Mediendemokratie feiern die politischen Weblogs als Beitrag zur Befreiung der Bürger von der Bevormundung durch Journalisten. Ihr Glaube an die Realisierbarkeit einer egalitären Öffentlichkeit bleibt eine Illusion. Denn je mehr Akteure im Internet zu einer angeblich transparenten Politik und Gesellschaft beitragen wollen, umso unübersichtlicher und intransparenter wird letztlich die Kommunikation. Ohne publizistische Leithammel kann keine Gesellschaft funktionieren.“ (ras. NZZ, 15.9.2006)

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, die Weblog-Bewegung derart eng mit dem Begriff der Mediendemokratie und den Ansprüchen nach Mediendemokratisierung in Zusammenhang zu bringen. Die Blog-Bewegung selbst beschreibt sich anders, mindestens hierzulande, wie Studienergebnisse zeigen. Und die Ansprüche sind in aller Regel auch „bescheidener“. Allerdings haben auch Weblogs, die sich nicht speziell auf politische Inhalte im engeren Sinne kaprizieren, politische Wirkung. Die verstärkt symmetrische Nutzung des Internets wird sich auswirken, z. B. auf die Selbstverständnisse der Medien, auf das Inseratvolumen (also die wirtschaftliche Basis der Zeitungen) und die Zahl der Zeitungsleser. Die Formulierung zu den „publizistischen Leithammeln“ bin ich bereit, als publizistischen Ausrutscher zu werten.

Blogs aus der Schweiz

Beim International Blog Award sind bis gestern folgende 15 16 17 Weblogs aus der Schweiz angemeldet worden:
Arlesheim Reloaded, M. Messmer
Blogwiese
BloxBox
BloggingTom
GedankenbörsenBlog
Glücksblog
Infomagazin zum Alltag der Generationen
JobBlog
Journalismus, Nachrichten von heute
Krusenstern
Kultpavillon
Leumund
Medienpraxis
Shibby
Starfrosch
Taberna Kritika
Travelblogger

Angaben ohne Gewähr. Wir sind mit dem Glücksblog vertreten. Ziel der Teilnahme ist, das Blog bekannter zu machen. Und es scheint, dass dies bereits mit der Anmeldung gelungen ist.

Update 1: Und schon ist es passiert, lieber Marcel Widmer, wir haben das geschätzte JobBlog vergessen. Der Fehler ist nun korrigiert…

Update 2: Habe nun auch die Medienpraxis zum Wettbewerb angemeldet.