Medienpraxis.ch

58 Prozent der 65- bis 70-Jährigen im Netz

Donnerstag, 11. März 2010 von Redaktion

Die heute in der Schweizer Presse mehrfach zitierte und fokussierte Studie der Universität Zürich, Zentrum für Gerontologie, über die Internetnutzung von Senioren, wird unterschiedlich gedeutet. Dass 58 Prozent der Senioren zwischen 65 und 70 surfen, zeigt, dass in diesem Altersbereich der Nutzeranteil gestiegen ist. (85-Jährige = 8 Prozent) Anderseits wird mit dieser Zahl der “digitale Generationengraben” sichtbar. Der Nutzeranteil bei den Jüngeren ist teilweise deutlich höher, insgesamt nutzen rund zwei Drittel der Bevölkerung das Internet.

- Sie Online-Studie von ARD und ZDF, Artikel zur Typologisierung von Nutzern
- NZZ-Artikel

Digitaler Generationengraben

Donnerstag, 04. Februar 2010 von Redaktion

Am 9.1.2010 habe ich auf einen Artikel in der Fachzeitschrift des Verbandes Curaviva, Themenschwerpunkt Soziotechnik, verwiesen. Inzwischen ist das Interview (Susanne Wenger/Reto Eugster) mit dem Titel “Menschen im Alter können nicht mit moderner Technik umgehen? Ein Vorurteil!” als PDF-Datei im Internet verfügbar

Aneignung von virtuellem Raum

Samstag, 09. Januar 2010 von Redaktion

Die Fachzeitschrift des Verbandes Curaviva widmet die aktuelle Nummer (Januar) dem Themenschwerpunkt Soziotechnik. Zu Wort kommt auch die FHS St.Gallen, Reto Eugster (Blogautor medienpraxis.ch), in einem Interview. Susanne Wenger führt durch das Gespräch. Titel des Artikels: “Menschen im Alter können nicht mit moderner Technik umgehen? Ein Vorurteil!”

Im Gespräch wird deutlich, dass nach wie vor so etwas wie ein “digitaler Generationengraben” besteht. Zurzeit sind rund 96 Prozent der 14- bis 29-Jährigen online, bei den über 50-Jährigen sind es rund 40 Prozent. Bei der Generation “60plus” sinkt der Anteil schliesslich unter 30 Prozent. Während 80 Prozent der jüngeren Nutzer aktiv bei Webcommunities mittun, sind es lediglich rund 8 Prozent bei den ältern. Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Art der Internet-Nutzung. Video-Services beispielsweise sind nach wie vor im Fokus jüngerer Anwender. (Quelle: ARD/ZDF Onlinestudie 2009)

Viele Gründe sprechen dafür, dass das Internet gerade für ältere Menschen die Chancen gelingender Alltagsbewältigung verbessert. Eingeschränkte Mobilität, Vereinsamungstendenzen, erschwerter Informationszugang: Mittels Internet könnten solche Hemmnisse relativiert und Partizipationschancen verbessert werden. Dazu bedarf es allerdings eines Know-how-Transfers. Die älteren Menschen müssen dabei unterstützt werden, sich “virtuelle Räume” anzueigenen. Dieser Prozess ist zwar im Gange, er schreitet jedoch zögerlich voran. Die FHS St.Gallen versucht in der Moderationsrolle als Hochschule, diesen Prozess zu unterstützten.

zitat-curaviva

Ausschnitt aus dem Zeitschriftenausschnitt, Curaviva

Zuhören im wissenschaftlichen Kontext

Freitag, 01. Januar 2010 von Redaktion

Gabi Reinmann, Institut für Medien und Bildungstechnologie Uni Augsburg, bietet einen aufschlussreichen, anregenden und instruktiven Artikel zum Thema “iTunes statt Hörsaal? Gedanken zur mündlichen Weitergabe von wissenschaftlichem Wissen” an (PDF).

Wachstum bei älteren User-Gruppen

Montag, 16. März 2009 von groe

Frauen zwischen 55 und 65 Jahren sind die Bevölkerungsgruppe, welche bei Facebook zurzeit die am stärksten anwachsende User-Gruppe sind. Von September bis Februar betrug das Wachstum in dieser Gruppe satte 175 Prozent. Dies bestätigt den Gesamttrend: ältere User-Gruppen gewinnen im Web an Bedeutung.

Mobiles Internet und Geschlecht

Dienstag, 28. Oktober 2008 von groe

Dass Frauen das Internet anders als Männer nutzen, ist keine neue Erkenntnis. Nun zeigt eine aktuelle Studie, auf die Heise verweist, dass dies auch für das mobile Internet gilt. Während Männer stärker News-Dienste nutzen, sind Frauen beim Chatten engagierter. Webbasierte soziale Netzwerke nutzen Frauen und Männer etwa in gleichem Masse. Immerhin dieser letzte Punkt verhindert die einfache Zurechnung der Ergebnisse auf Gender-Klischees. Auch Männer kümmern sich im Internet um “das Soziale”. Zur Heise-Tabelle

Mehr Internet, weniger Fernsehen

Montag, 02. Juni 2008 von Redaktion

Jugendliche wenden sich stärker dem Internet zu und distanzieren sich tendenziell immer deutlicher vom Fernsehen. Dies zeigen aktuell unterschiedliche Studien. Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist die aktuelle Studie “Medienkonvergenz Monitoring Report 2008: Jugendliche in konvergierenden Medienwelten” der Universität Leipzig (PDF, 157 Seiten). Dort heisst es beispielsweise:

“Für Jugendliche übernehmen Computer und Internet Funktionen der alten Medien. Wenden sich Jugendliche ausgehend von ihren inhaltlichen Interessen dem konvergenten Medienensemble zu, dann nutzen sie die verschiedenen Angebote meist komplementär. Sie sehen ihren Lieblingsfilm im Fernsehen, holen sich dazu Hintergrundinformationen aus dem Internet und hören sich den Soundtrack an … Neben der komplementären Nutzung zeichnen sich jedoch in den vorliegenden Ergebnissen auch Substitutions- bzw. Displacementeffekte ab…”

Die Leipziger Studie zeigt deutlich: Wird der Geschlechteraspekt nicht mit einbezogen, kommt man zu falschen Schlüssen. Denn männliche und weibliche Jugendliche eignen sich neue Medien unterschiedlich an.

23 Prozent der 65- bis 74-Jährigen im Netz

Dienstag, 29. April 2008 von Redaktion

In Österreich hat der Minister für Konsumentenschutz, Erwin Buchinger, gestern den Internet-Ombudsmann-Bericht 2007 vorgestellt. Für uns interessant sind die aktuellen Zahlen über die Internetnutzung von Seniorinnen und Senioren: Gemäss Auskunft des Ministers nutzen 23 Prozent der 65- bis 74-Jährigen und 48 Prozent der 55- bis 64-Jährigen das Internet. Unbestritten ist, dass das Internet bei der Alltagsbewältigung von zunehmender Bedeutung ist. Bahntickets, Bankgeschäfte, Einkäufe, Reiseplanung usw.: Auch für ältere Menschen wird es zunehmend wichtig, das Internet nutzen zu können.

Social Web: Es wird noch dauern…

Samstag, 12. April 2008 von Redaktion

In der Fazit-Schriftenreihe ist der Delphi-Report zum Thema “Zukünftige Informations- und Kommunikationstechniken” erschienen. Befragt wurden Expertinnen und Experten, und zwar auf der Basis einer Online-Befragung. 35 Zukunftsthesen konnten die Befragten bewerten und ergänzen. Hier interessieren selbstverständlich vor allem Aussagen zum Social Web (oder Web 2.0). Zum Beispiel:

“Das soziale Web ist auf dem Weg. Bis aber 80 Prozent der Inhalte des Internets als nutzergenerierter Content, als Plattformen für Communities und als Online-Foren bereitgestellt werden, dürften noch etwa 10 Jahre vergehen – oder ein so grosser Prozentsatz wird nie erreicht werden, so die Skeptiker unter den Delphi-Experten. In jedem Fall wird diese Entwicklung immense Auswirkungen auf die Gesellschaft haben – da sind sich alle einig.”

Studie im PDF-Format (von fazit-forschung.de)…

Ausgrenzung älterer Menschen

Samstag, 15. März 2008 von groe

Reto Eugster ist gemeinsam mit Ueli Hagger Leiter des Masterstudiums Sozialinformatik (und Herausgeber des Sozialjournals). Ihn interessieren Fragen der Risiko- und Technikakzeptanz. In diesem Zusammenhang beschäftigt er sich mit der Bedeutung konkreter Nutzungssettings im Hinblick auf Technikskepsis und Technikakzeptanz. Der Begriff des Nutzungssettings bezeichnet die soziale Situation, in der “Technik” zur Anwendung kommt. Im “Autonom”, der “offiziellen Zeitschrift des Seniorenverbandes Nordwestschweiz“, geht er auf Fragen ein. Kann von einem digitalen Generationengraben die Rede sein?

Reto Eugster: “Die Tramfahrkarte gibt es via Handy, der Bankschalter ist auf das Format eines Automaten geschrumpft, wer digital und günstig fotografieren will, muss über PC-Kenntnisse verfügen, um die Bilder zu verarbeiten, wer über kein E-Mail verfügt, wird für sein Kontaktverhalten finanziell bestraft usw. Dies führt natürlich zur Ausgrenzung vor allem der Hochaltrigen, die nach wie vor im Internet unterrepräsentiert sind.”

Zum vollständigen Interview (PDF)

Politologie-Weblog

Montag, 10. März 2008 von Redaktion

Zu den Lehrveranstaltungen des Politologen Claude Longcamp gibt es ein Weblog: Zoonpoliticon. Im aktuellen Artikel werden unterschiedliche sozialwissenschaftliche Handlungstheorien miteinander verglichen.

Universitäten und ihr Wissensmanagement

Samstag, 04. August 2007 von groe

Jochen Robes macht in seinem Weblog Weiterbildungsblog auf ein Diskussionspapier der Universität Dortmund aufmerksam: Uwe Wilkesmann und Grit Würmseer beschäftigen sich mit Wissensmanagement an Universitäten. Das 17 Seiten starke Papier ist im PDF-Format zu beziehen.

Beiträge für Open-Source-Jahrbuch

Montag, 02. Juli 2007 von Redaktion

Für das Open-Source-Jahrbuch 2008 werden Autorinnen und Autoren gesucht:

“Wie in den letzten Jahren wird auch das kommende Jahrbuch wieder zahlreiche Beiträge aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft enthalten. Wir planen, das Buch zur CeBIT 2008 der Öffentlichkeit und dem Fachpublikum vorzustellen.”

“Bedrohung für redaktionell betriebenen Journalismus”

Freitag, 22. Juni 2007 von Redaktion

Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung haben Steffen Range und Roland Schweins eine Studie vorgelegt. Titel: Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet – Wie das Web den Journalismus verändert (PDF). In der Studie hinterfragen die beiden Autoren die Art, wie Erfolg beim Online-Journalismus gemessen wird. Sie kommen zudem zum Schluss, dass auf der Basis des Online-Journalismus nichts entstanden sei, was als neues journalistisches Format gesehen werden könne. O-Ton:

“Tatsächlich hat der Online-Journalismus, von wenigen Leuchtturmprojekten wie der Reisereportage km42 auf Spiegel Online abgesehen, die Publizistik weder um neue Gattungen und Erzählformen bereichert noch einen neuen Typus von Journalist hervorgebracht. Auch das Schreiben von Weblogs kann kaum als neues Format, sondern eher als Verzicht auf journalistische Stilformen angesehen werden.”

Erschwert wird die Situation nach Meinung der Autoren für den Online-Journalismus dadurch, dass

“von Laien betriebene Vor- und Scheinformen von Journalismus in Gestalt sozialer Netzwerke und Weblogs [...] sich als Bedrohung für den redaktionell betriebenen Journalismus”

erweisen. Das Fazit der Gutachter ist eindeutig und pointiert vorgetragen. Es lohnt sich, das 61 starke Papier zu studieren, auch dann, wenn man mit den Grundannahmen von Range und Schweins nicht übereinstimmt.

“Social Web nicht relevant”

Mittwoch, 16. Mai 2007 von thesis

Die Hälfte der Professoren in den USA ist offenbar mit dem Social Web vertraut, aber zwei Drittel halten es nicht für relevant. Das NotizBlog weiss mehr

Menu

Kategorien

Blogroll

Letzte Kommentare

Archiv

Meta

Meta

 

© Reto EugsterWordPress – Design: Vlad (aka Perun)