Mapping-Tools und persönliches Wissensmanagement

Unter dem (nicht gerade glücklichen) Begriff des “persönlichen Wissensmanagements” werden Verfahren und Methoden verstanden, die der Organisation von Information dienen, und zwar im Hinblick auf die Alltagsanforderungen (Relevanzaussagen) einzelner Personen. In diesen Verfahren spielen informatische Hilfsmittel eine wesentliche Rolle.

Wenn es darum geht, Bedeutungsräume zu schaffen, indem Informationsaspekte in einen Zusammenhang zueinander gebracht werden, drängen sich Mapping-Verfahren auf. Ich habe skizzenhaft ein Map erstellt, das Ueberblick über verschiedene Mapping-Tools gibt. Dieses ist via Mindmeister abrufbar, http://retoeugster.ch/maps

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Mindmapping: Orientierung an der Kernaufgabe

Mindmap-Software, unser aktueller Stand: Drei Tools, die wir ausgiebig getestet haben. An unseren Lehrveranstaltungen Informationsvisualisierung kommen solche Werkzeuge vertieft zum Einsatz.

Freemind ist der (OpenSource-)Klassiker unter den Mindmap-Tools. Plattformübergreifend, besticht die Software gerade durch die Kargheit des Designs sowie die Nutzerführung. Freemind kommt ohne das Ueberladene, Ueppige aus, welches Mindmaps oft unübersichtlich macht und die Merkfähigkeit mindert. Die Anwendung fokussiert die Kernfunktionen des Mindmappings und spielt dabei ihre Stärken aus. Nach einer Einarbeitungs- und Eingewöhnungszeit fixieren sich Freeminder häufig auf dieses Werkzeug. Als OpenSource ist Freemind kostenlos erhältlich.

iMindmap ist von der Anwendungsphilosophie her das Gegenstück zu Freemind: Es bietet ein “sinnliches” Milieu, das hervorragend durchdacht ist und vom Geist des Mindmap-Erfinders Buzan umweht wird. Auch hier: Die Kernfunktion des Mindmappings wird anvisiert, während Mitbewerber sich an üppiger Funktionalität ausrichten (auszurichten scheinen). Eine Orientierung an der Kernfunktionalität entspricht dem, was User im App-Zeitalter erwarten. iMindmap ist in einer Basisversion kostenlos erhältlich. Dabei handelt es sich um ein vollwertiges Tool. Auch die anderen Versionen (Home und Students sowie Ultimate) werden zu angemessenen Preisen angeboten. Bei iMindmap ist ein Spassfaktor dabei, alles ist irgendwie “geschwungen” und wirkt wie eine originelle Farbskizze. Bei der Import-/Exportfunktionalität könnte mehr geboten werden.

XMind hat sich inzwischen breit etabliert und ist ebenfalls in einer kostenlosen Variante erhältlich. Auch hier bietet sich dem User eine durchdachte Oberfläche mit einer Konzentration auf die Kernfunktionalität. Im Gegensatz zu Freemind wird bei XMind eine höhere Grafiksensibilität geboten und diesbezüglich ist die Anwendung einfacher zu bedienen. Auch dieses Tool ist praxistauglich, bewährt und empfehlenswert.

Für ein starkes Tool unter den Online-Lösungen halten wir übrigens Mindmeister. Dieses kann in einer Basis-Version (3 Mindmaps) kostenlos getestet/genutzt werden.

Die kurz vorgestellten Tools sind auch in Mobile-Versionen nutzbar.

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Cloud-Speicher: Google kommt

Speicher in der Cloud wird mehr und mehr gefragt sein, gerade auch für den Normalo unter den Usern. Zurzeit stehen wir am Anfang einer solchen Entwicklung. Das Spezielle daran ist, dass sich bereits erkennbare Trends nochmals verstärken werden: mobile Nutzung des Internets, webbasiertes Office, Sharing-Modelle in der Zusammenarbeit usw.

Dropbox ist der hierzulande bekannteste Dienst. Im Geschäft etabliert ist auch Amazon. Doch nun kündigt Google an (über WSJ), einen neuen Service – DRIVE – aufstarten zu wollen, “innert Wochen oder Monaten”. Cloud-Speicherplatz in Fülle? Für den Normalo? “Für besonders grosse Datenmengen wolle Google eine Gebühr verlangen”, ist bei Heise zu lesen. Für alle anderen Datenmengen offensichtlich nicht…

Die Ankündigungen von Google werden das gesamte Anbietergefüge beim Cloud-Speicherplatz in Bewegung bringen.

Top-Tools 2011

Unsere (subjektiven) Top-Tools 2011, verspätet “bilanziert”: Gegenüber 2010 hat sich, was unsere Präferenzen diesbezüglich betrifft, wenig geändert. LibreOffice löste bei uns OpenOffice ab. Inzwischen hat sich LibreOffice gut etabliert und prominente Unterstützer gefunden, z.B. Google. IBM hingegen scheint auf OpenOffice zu setzen, wird künftig vermutlich auf die Herausgabe von Lotus Symphony verzichten. Truecrypt ist unser Verschlüsselungsstandard geblieben. Ohne Mindmeister (Online) und Freemind (Offline) läuft bei unseren Entwicklungsprojekten (fast) nichts mehr. Bewährt auch XMindSlideshare ist ebenfalls für uns so etwas wie ein Klassiker geworden. Dass Twitter unser Gruppennotizbuch schlechthin ist, auch dies nichts Neues. Tweets archivieren wir neu mit Tweetbackup. Unterstützenswert schien uns 2011 Geraspora, ein Diaspora-Projekt (pod), zu sein. Kostenlosen Speicherplatz in der Cloud gibt es massenweise, Amazon (CloudDrive) ist ein Beispiel, HI-Drive ein anderes. GoogleDocs, ja, eine gute Sache auch Skydrive, mit 25 GB Kostenlosspreicher. Wenn es um Blogging geht, ist WordPress unverzichtbar, wobei 2011 die Weiterentwicklung von Blogger.com Aufmerksamkeit verdiente. Als Social-Media-Aggregator nutzen wir lifestream, ein WordPress-Plugin. Opengoo nennt sich neu Feng Office, ein OpenSource-Internet-Office. Durchgesetzt hat sich bei uns die Dropbox, andere vergleichbare Tools haben den harten Test des Alltags nicht bestanden…

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Simple Apps, fette Tools

Mein Eindruck bleibt konstant, auch nach einigen Diskussionen. Während sich die App-Philosophie – eine Aufgabe, ein Tool, eine Kernfunktion, kaum Optionalität – nicht nur bei Smartphones durchsetzt, sind Entwickler wieder daran, Tools verfetten zu lassen. MS Office 365, so meine unmassgebliche Einschätzung, wird über das beworben, was es mehr kann als die Mitbewerber. Und nicht primär über das, was es speziell gut leistet. Solche Anwendungen sind mit einer letztlich unfassbaren Vielzahl an Optionen versorgt. Dies trifft nicht nur und vermutlich nicht speziell auf das neue Microsoft-Produkt zu. Wird der Markt, angesichts des Erfolgs der App-Phiolosophie, solche Entwicklungen goutieren?

Fusion Tables: integriert in GoolgeDocs

Zum Glück bietet Google den Service Fusion Tables weiterhin an, neu integriert in GoogleDocs (Beta).

Im Gegensatz zur DocsTabelle geht es bei Fusion Tables um das Handhaben (inkl. statistischer Auswertung) einer hohen Zahl von Datensätzen. DocsTabelle ist auf 400.000 Zellen pro Tabellenblatt limitiert. Natürlich reicht dies für die “Hausanwendung” allemal. Das reicht jedoch dann nicht, wenn grössere Literatursammlungen usw. zugänglich gemacht werden sollen. Stefan Münz hat vor mehr als einem Jahr einen Beitrag zu Fusion Tables publiziert: http://webkompetenz.wikidot.com/blog:83. Durch diesen Text wird der Sinn von Fusion Tables rasch klar.

Update: Anwendungsbeispiele für diese wichtige GoogleDocs-Erweiterung: http://goo.gl/nP0mQ

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Lifestream erzeugen

Einen Lifestream zu erzeugen, also Facebook-, Twitter-, Googleplus-Beiträge usw. in ein Blog einzubinden, kann angesichts der Verzettelung im Web sinnvoll sein. Dazu gibt es einige Ressourcen, auf die ich hier verweisen möchte. Vielleicht unterstützt dies den einen oder anderen Kollegen bei seinen Aufgaben.

Plugins: Ein leistungsstarkes Plugin ist lifestream (https://github.com/dcramer/wp-lifestream und http://www.enthropia.com/labs/wp-lifestream/). Ein zweites nützliches Tool nennt sich “WP-RSS Import” und ist hier zu bekommen: http://bueltge.de/wp-rss-import-plugin/55/.

Ein Googleplus-Feed lässt sich über diesen Link – http://plus-one-feed-generator.appspot.com/ – erzeugen. Twitter bedient RSS offiziell nicht mehr, jedoch lässt sich ein RSS-Feed nach wie vor erzeugen/einbinden, siehe http://twitter.com/statuses/user_timeline/accountname.rss.

Und noch zu Facebook: http://www.facebook.com/feeds/page.php?id=[Facebook-ID] ist nur noch nutzbar, wenn z.B. &format=rss20 beigefügt wird. Die eigene ID ermittelt man via http://graph.facebook.com/vorname.name.

Alles ohne Gewähr und entsprechend mit Vorsicht zu geniessen, zusammengetragen von einem Non-Profi. :-)

Update: Danke für die Tipps, die ich hier weiter gebe.
- Feed-Validator: http://goo.gl/Hj596
- Slideshare-RSS = “http://www.slideshare.net/rss/user/(username)”
- Network Publishing, Plugin, http://www.linksalpha.com/

Collaborative Tools

Bin auf einen Artikel in der Computerwoche gestossen (vom Juni 2010), in dem die besten Collaboration-Tools vorgestellt werden. Präsentiert werden beispielsweise Mindmap-Werkzeuge, Collaborative-Writing-Tools oder Services für webbasiertes Projektmanagement. Auch Wiki-Dienste, die sich in unternehmerischen Kontexten verstärkter Bliebtheit erfreuen, werden angeführt. Zum Artikel in der Computerwoche