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Category: Soziotechnik

Arbeiten 2.0: Wirklichkeit der Creative Class?

Trends und Gegentrends. Die Computerwoche setzt sich in einem interessanten Artikel mit dem Arbeitsplatz der Zukunft (und der Gegenwart) auseinander. Viel Euphorie verbindet sich hier mit dem Begriff des Arbeitens 2.0. Inwieweit sich diese Arbeitsformen über die Creative Class hinaus entwickeln – oder besser: durchsetzen – werden, ist meines Erachtens eine andere Frage. Wie kommen Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die hier (teilweise) zugrunde gelegt sind, verstärkt in die Unternehmen, und zwar über Strukturfragen oder Fragen der Prozessorganisation hinaus?

Zum Artikel der Computerwoche

Simple Apps, fette Tools

Mein Eindruck bleibt konstant, auch nach einigen Diskussionen. Während sich die App-Philosophie – eine Aufgabe, ein Tool, eine Kernfunktion, kaum Optionalität – nicht nur bei Smartphones durchsetzt, sind Entwickler wieder daran, Tools verfetten zu lassen. MS Office 365, so meine unmassgebliche Einschätzung, wird über das beworben, was es mehr kann als die Mitbewerber. Und nicht primär über das, was es speziell gut leistet. Solche Anwendungen sind mit einer letztlich unfassbaren Vielzahl an Optionen versorgt. Dies trifft nicht nur und vermutlich nicht speziell auf das neue Microsoft-Produkt zu. Wird der Markt, angesichts des Erfolgs der App-Phiolosophie, solche Entwicklungen goutieren?

Das Handy der Zukunft „lebt“

Pressetext: Auch ein Handy kann einem ans Herz wachsen. Es ist ein treuer Begleiter und hilft oft aus schwierigen Situationen heraus. Und hat sich der Nutzer erst einmal daran gewöhnt, wird aus dem seelenlosen Stück Technik ein wahrer Freund. „Wäre es dann nicht schön, wenn das Handy etwas ‚Lebendiges’ wäre?“ fragte der Gewinner des Ideenwettbewerbs initiiert von emporia. Dieser Ansatz überzeugte die Jury, bestehend aus Vertretern von emporia Telecom, Swisscom, Pro Senectute, der FHS St.Gallen sowie der Migros.

Vollständiger Pressetext zum Ideenwettbewerb… (PDF)

Ideenwettbewerb gestartet

Emporia Telecom, Hersteller von Seniorentelefonen, Swisscom, Migros, Pro Senectute sowie die FHS St.Gallen starten einen Ideenwettbewerb. Sein Titel ist Programm: „Einfach Telefonieren“ ruft dazu auf, ein Mobiltelefon zu kreieren, das (auch) den Ansprüchen der älteren Generation gerecht wird. Dabei geht es um die Dimensionen, Handhabung, Design und Funktionalität. Nutzerinnen und Nutzer können ihre Anliegen konkretisieren und einbringen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können auch untereinander Ideen austauschen.

Bis am 14.11.2010 können Ideen eingereicht werden. Eine Expertenjury schliesslich wird die Eingänge bewerten. Der Jury gehören an: Albert Fellner (Emporia), Werner Schärer (Pro Senectute), Reto Eugster (FHS St.Gallen), Pascal Jaberg (Leiter „Genertion 50plus“, Swisscom) sowie Dante Venafro (Leiter Einkauf und Vertrieb Telekom, Migros). Die drei kreativsten Vorschläge werden ausgezeichnet.

Details: www.einfachtelefonieren.ch

In die Jahre gekommen

In der deutschen „Computerwoche“ geht die Journalistin Renate Oettinger einer aktuellen Frage nach: „Welche Unterschiede gibt es bei der Führung jüngerer und älterer Arbeitnehmer?“ Sinnfrage, Mentorship, Perspektivenwechsel usw. sind Stichworte zu diesem Text.

Unterschätzt wird meines Erachtens häufig, wie unterschiedlich männliche und weibliche Berufsbiografien verlaufen. Die „Altersfrage“ wird nicht selten von der Genderfrage dominiert. Dies trifft übrigens auch ausgeprägt auf den Umgang mit „Technik“ zu. Hinzu kommt der Aspekt, dass sich jüngere ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft nicht als „älter“ sehen. Sinnvoll ist es, von den Vorstellungen des Alters auf eine Perspektive des Alterns umzustellen.

Zum Artikel unter computerwoche.de…

Vinux erschienen

Vinux ist die Linux-Distribution für Sehbehinderte. Sie ist nun in Version 3 erschienen – und baut auf Ubuntu 10.04 LTS auf. Unter den Vinux-Entwicklern sind zahlreiche sehbehindert. Die Betroffenenoptik fliesst direkt in die Entwicklung ein. Direkt zum Download

iPad als Senioren-PC?

Ist es Apple mit dem iPad gelungen, den ersten „richtigen“ Senioren-PC an den Markt zu bringen? Ein irritierender Gedanke? Ausgerechnet das „Jugendhaus“ Apple soll dies bewerkstelligen können?

Einiges spricht dafür, dass das iPad genau dies werden könnte, ein PC, der vom Silber-Markt positiv aufgenommen wird. Denn bei der Nutzungsatmosphäre des iPad wird mit Metaphern gearbeitet, die für User geeignet sind, welche mit der typischen Desktop-Metapher wenig anfangen können: Es wird beispielsweise geblättert wie in Büchern.

Fazit: Ich halte die Wette. Apple wird diesen Durchbruch schaffen.

eSociety-Ostschweiz rüstet sich

Die FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, etabliert zurzeit den Kompetenzbereich eSociety. Hans-Dieter Zimmermann, auch in der Social-Media-Szene kein Unbekannter, leitet diesen Schwerpunkt in der Ostschweiz. Bereits heute ist die Hochschule – über ihre verschiedenen Institute – in unterschiedlichen eSociety-Projekten engagiert. Im kommenden Jahr werden auch Events lanciert. Vor rund einem Monat fand der Sozialinformatik-Event 2010 statt.

Menschen im Alter und moderne Technik

Der Artikel „Menschen im Alter können nicht mit moderner Technik umgehen? Ein Vorurteil!„, Reto Eugster (Autor dieses Blogs), ist nun via NamicsBlog zu beziehen. (Der Artikel ist 2010 in der Fachzeitschrift Curaviva erschienen. Es handelt sich um ein Interview, welches Susanne Wenger mit Reto Eugster führte.)

Erfolg für Berner Fachhochschule

TAO Community & Collaboration heisst das Projekt, bei dem es darum geht, Seniorinnen und Senioren zum Mittun in Web-Communities zu motivieren. Die Berner Fachhochschule erhielt den Zuschlag für dieses EU-Forschungsprojekt. Beteiligt sind die Fachbereiche Wirtschaft und Verwaltung sowie Soziale Arbeit und Gesundheit. Das Projektvolumen beträgt rund 4.5 Millionen Franken. Zur Medienmitteilung der Fachhochschule…

eInclusion in der Schweiz

Der Begriff ist auch in der Schweizer Politik verankert, spätestens seit 2007: einclusion. Unter diesem Label werden Partizipationschancen bzw. -defizite bei der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) thematisiert.

„Der Bundesrat hat seit 1998 eine Strategie, die für die Informationsgesellschaft in der Schweiz grundlegend ist. Die Strategie betont, wie wichtig es ist, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz Zugang zu den IKT haben und damit kompetent umgehen können“, ist auf der Website einclusion zu lesen.

Seit 2007 gibt es in der Schweiz das Netzwerk „Digitale Integration Schweiz“. Dieses Netzwerk hat einen Aktionsplan verfasst, der die unterschiedlichen Engagements strukturiert. Aktionsplan und weitere Infos sind unter einclusion.ch zu finden.

Informelles Lernen älterer Arbeitnehmer

Matthias Roh stellt im Weblog unter informelles-lernen.de einen Text von Bernhard Schmidt vor. Es handelt sich um dessen Habilitationsschrift. Rohs Text basiert auf einer Forschungsarbeit: Es geht um die Weiterbildung und das informelle Lernen älterer Arbeitnehmer und bezieht sich auf die Situation in Deutschland. Zur Rezension von Matthias Roh im Weblog informelles-lernen.de/blog.

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