Birsfelden bloggt

Im Blog von Sarah bin ich auf einen interessanten Hinweis gestossen. In der Schweizer Gemeinde Birsfelden hat der Gemeinderat ein Blog aufgestartet und die damit verbundenen Intentionen deutlich formuliert:

“Das Birsfelden-Blog ist die zentrale Dialogplattform für das politische Leben der Gemeinde Birsfelden. ”

Und weiter:

“Hintergrund des Birsfelden-Blogs ist, dass sich dank neuen Internet-Technologien auch neue Formen der politischen Diskussion ermöglichen. Birsfelden möchte diese Möglichkeiten nutzen, um mit den Bürgern auf eine unkomplizierte und moderne Art und Weise in einen direkten Dialog zu treten. Birsfelden bloggt.”

Unter blog.birsfelden.ch zeigt sich ein “erfrischend” gestaltetes Weblog: Ja, es wirkt einladend auf mich… Für das Blog-Konzept ist die Agentur Messmer und Partner verantwortlich, hier bekannt über das Blog Arlesheimreloaded.

Absage an eine italienische Lösung

Wie in den Medien zu lesen war, hat die italienische Regierung ein Handy-Verbot an den Schulen erlassen. Zu einer anderen Position hat sich nun die österreichische Regierung durchgerungen. Die Handy-Nutzung soll nicht via Regierungsintervention geregelt werden, sondern an den Schulen selbst, ist aus dem zuständigen Ministerium zu hören. Dies berichtet Futurezone aktuell. Die Idee, den Umgang Jugendlicher mit der Mobiltelefonie “politisch” zu “lösen”, die italienische Lösung also, mutet kopflos an. Wenn nichts anderes an politischen Lösungsoptionen bleibt, wird bestätigt, was Vorurteile bereits aussagen: Lösungspotenziale der Politik können ganz schön beschränkt sein.

Kabelloses St. Gallen

Wireless St. Gallen kommt gut voran. Ziel des Projektes: Im kommenden Sommer sollen die St. Gallerinnen und St. Galler kostenlosen Internet-Zugang haben. Seit dem 19.2.2007 sind die vier Hauptsendestandorte komplett ausgebaut.

“Um sich über diese vier Gateways in das Internet einwählen zu können, sind WLAN Router nötig, die mit einer speziellen Firmware betrieben werden. Ein Router der das Signal der vier Sender oder benachbarter Router empfängt, ermöglicht den schnellen und kostenlosen Internetzugriff für die an ihn per LAN-Kabel oder WLAN angebundenen PCs und Notebooks. Pro Haus bzw. Haushalt genügt ein WLAN Router, um allen sich in der Nähe befindlichen Computern Internetzugang zu bieten.”

Basel-Stadt bürgernah

Das Institut für angewandte Argumentenforschung (IFAA) hat zum sechsten Mal und wieder im Auftrag von Kantonen die Webseiten der Kantone begutachtet. Insgesamt: eine interessante Studie zum Thema “Bürgerinformation”. Zum Ergebnis schreibt das IFAA:

“Die fünf besten Kantonswebseiten mit bürgernahen Inhalten: Basel-Stadt gewinnt vor Jura, Nidwalden, Appenzell-Innerrhoden und Tessin. Der Aufsteiger des Jahres 2006 unter den 26 Web-Auftritten ist der Kanton Jura. Der Kanton Luzern verkauft sich als digitale Marke im Netz am besten.”

Zur Medienmitteilung (PDF) des Instituts…

Elektronische Stimmabgabe: es geht voran

In der Schweiz wurden Pilotversuche für die elektronische Stimmabgabe durchgeführt, und zwar in den Kantonen Genf, Neuenburg und Zürich. Nun legt das zuständige Amt die Auswertungen zu diesen Pilotprojekten vor. Der Bericht kann als PDF-Datei bezogen werden, er umfasst 80 Seiten. Insgesamt werden die ersten Versuche als positiv beurteilt. Damit ist die Zielrichtung klar: Künftig sollen mehr Schweizer und Schweizerinnen die Möglichkeit zur elektronischen Stimmabgabe nutzen können. Welches System zur Anwendung kommt, soll den Kantonen überlassen werden. Im Bericht wird übrigens auch die Studie erwähnt, welche von unserer Mitbloggerin Selina Ingold entwickelt wurde: “Welche Massnahmen sollen getroffen werden, damit E-Voting auch für Frauen attraktiv ist?”

Pressefreiheit usw.

In diesem Fall genügt der Verweis auf die Netzeitung. Eines Kommentars bedarf es in diesem Fall nicht, denn die Meldung spricht für sich: “Nur Zeitschriften, die einen Vertrag mit Microsoft unterschreiben, dürfen die neueste Vorabversion von Office veröffentlichen. Der Software- Konzern bekommt darin Mitsprache bei redaktionellen Inhalten zugesichert.” Weiter in der Netzeitung

Internetüberwachung – mehr als blosse Fantasie

Dass das Internet bei Staatsschützern, bei Nachtwächtern aller Art, Überwachungsfantasien auslöst, ist weder neu noch überraschend. Doch die neuesten in der Sonntagszeitung dargestellten Absichten des Bundes dürften weiter gehen, als es selbst skeptische Beobachter vermutet haben. Da werden beispielweise in der Sonntagszeitung mögliche Überwachungsmethoden vorgestellt. Soll beim Provider oder bei Internet-Knoten interveniert werden. Oder ist eine dritte Variante effizienter?

“Diese dritte Variante läuft im Prinzip darauf hinaus, die so genannten ADSL-Router und Kabelmodems mit einer als Wanze funktionierenden Software auszurüsten, die im Bedarfsfall von aussen eingeschaltet werden kann.”

Nur ein Gedankenspiel von notorischen Schwarzmalern? Mitnichten. “Mit ersten Feldversuchen will der Dienst für besondere Angelegenheiten des Uvek bis Ende Jahr die Machbarkeit der drei Varianten prüfen. Für diese Tests wurden spezielle Nutzerkonten in der ganzen Schweiz eingerichtet”, schreibt die Sonntagszeitung (21.5.2006).

Chat-Room als Risiko

Wie das Bundesamt für Polizei berichtet, sind bei der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität im vergangenen Jahr mehr Meldungen zu verdächtigen Internetinhalten eingegangen als die beiden Jahre zuvor. Die Koordinationsstelle bietet die Möglichkeit, via Internet problematische Inhalte zu melden. Konkret wurden im letzten Jahr 7345 Meldungen verzeichnet. Während in den Vorjahren Spam der häufigste Grund für die Kontaktnahme mit der Koordinationsstelle war, ging es im 2005 meistens um kinderpornografische Inhalte. Vor allem Chat-Rooms würden für Kinder ein Risiko darstellen. Methodenkritisch betrachtet, stellt sich die Frage, inwieweit ein Rückschluss von diesen steigenden Meldungszahlen auf eine Zunahme problematischer Entwicklungen im Internet möglich ist. Was mich betrifft, bleibe ich skeptisch.

Wikimedia Schweiz gegründet

Gestern wurde im Schweizerischen Olten der Verein Wikimedia CH – Verein zur Förderung Freien Wissens gegründet. “Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, Freie Inhalte und damit die Chancengleichheit beim Zugang zum Wissen zu fördern”, schreiben die Initianten. Zum Präsident wurde der Tessiner lario Valdelli gewählt. Der Verein wird am 17.6.2006 an der ETH Zürich den Wikipedia Day 2006 veranstalten.

Bürgerjournalismus, Bürgerbeteiligung

Stefan Büffel wird im Rahmen des Seniorenstudiums ein Referat zum Thema Bürgerjournalismus – Weblogs als Chance für die lokale Berichterstattung halten.
Ein spannendes Thema, speziell aktuell unter dem Aspekt der gesellschaftlichen Partizipation von älteren Menschen. Als Leser von Stefan Büffels Blog bin ich gespannt auf weitere Informationen.