Internet-Nutzung: USA werden 2010 führend sein

Bitkom hat die neuesten Zahlen zur Internet-Nutzung: 62 Prozent der Schweizer nutzen das Internet, in Deutschland sind es 60 Prozent. Führend sind Dänemark und Schweden mit 77 Prozent (siehe Grafik von Bitkom). Der westeuropäische Schnitt übrigens liegt bei (nur gerade) 53 Prozent. “Die USA werden bis 2010 international an die Spitze rücken, mit einer Nutzungsrate von dann 88 Prozent”, schreibt der Berufsverband Bitkom in einer aktuellen Erklärung.

EU-Domains besonders gefragt

Sedo (Köln und Boston) ist ein erfolgreicher Handelsplatz für Domains. Knapp 18000 Domains wurden im vergangenen Jahr via Sedo verkauft. Dies entspricht einem Wachstum von 68 Prozent. Aus der Jahresbilanz von Sedo:

“Überrascht hat die seit April 2006 registrierbare Domainendung .eu für Europa: Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 1.406 EUR lag sie noch vor .de (1.280 EUR), .org (1.045 EUR), .net (1.010 EUR) und .info (933 Euro) .”

Bei den .ch-Domains fällt zurzeit übrigens das Angebot geld.ch auf…

eBay und OpenOffice lancieren Wettbewerb

eBay und OpenOffice.org haben gemeinsam ein Programmierwettbewerb gestartet:

“Jeder Nutzer von eBay und OpenOffice.org ist aufgerufen, eigene Programme und Anwendungen zu erstellen, die die freie Office-Suite und die eBay-API in einzigartiger Form verbinden. Die neuen Tools sollen Nutzern das Bieten oder Verkaufen auf eBay erleichtern.”

Die Details

Verwaltungen als Treiber

Bei Fraunhofer gibt es eine Trendstudie mit dem Titel Open Source Software: Strukturwandel oder Strohfeuer zum Downloaden (PDF-Format, 56 Seiten). Die empirische Studie zeichnet Trends zum Einsatz von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung sowie in IT-Unternehmen auf. O-Ton:

“Für rund 59 Prozent [der untersuchten Organisationen] ist die Umstellung auf Open-Source-basierte Anwendungen Teil einer mittel- oder langfristigen IT-Gesamtstrategie.”

“Die öffentlichen Verwaltungen sind Treiber für den Einsatz von Open-Source-Lösungen. Anhaltende Veränderungen und Umstrukturierungen im Bereich der öffentlichen Einrichtungen werden auch für die nächsten Jahre zu entsprechenden IT-Projekten führen.”

Video-Portale: Karten werden neu gemischt

Dass Google den Video-Portalen eine Zukunft gibt, zeigt sich daran, dass der Riese für stolze 1.65 Milliarden Dollar die Video-Plattform YouTube gekauft hat. Auch YouTube ist eine amerikanische Firma. Im Markt der Video-Portale wirkt in der ersten Linie auch ein europäischer Anbieter mit, Sevenload.

MySpace: Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Börsen-Analysten beschäftigen sich von Berufes wegen mit Zukunftsaussichten. Ihre Einschätzungen können Trend begünstigen oder hemmen. Insofern ist es interessant zu wissen, wie Analysten Potenziale von “Social Tools” einschätzen. Wie Futurzone berichtet, schätzt der Wall-Street-Analyst Jordan Rohan den Wert die Austauschplattform MySpace hoch ein. “Bald” könne der Wert von MySpace auf 15 Milliarden Dollar steigen. Damit seien die Wachstumspotenziale der Plattform allerdings keineswegs ausgeschöpft.

Liebesleben wird beeinflusst

Auch das Liebesleben ist von den Veränderungen, die sich durch den Gebrauch von Handys ergeben, betroffen. Dies zeigt eine beim STANDARD zitierte Studie der London School of Economics. Bei den jungen Frauen, den 18- bis 24-Jährigen, ist das Handy übrigens wichtiger als das Fernsehen. Angesichts der real existierenden Programmgestaltung verblüfft es, dass diese Priorisierung nur auf die Gruppe junger Frauen zutrifft.

Breitbandentwicklung in OECD-Ländern

Die Breitbandentwicklung ist eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Bedeutungsgewinn des Internets als “Alltagsmedium”. Aktuell legt die OECD die aktuellen Zahlen vor. An der Spitze bei der Breitbandentwicklung in den OECD-Länder liegt Island. Rund 27 Prozent der Isländer verfügen über einen Breitbandzugang. Platz zwei und drei belegen Korea mit 25,4 Prozent und die Niederlande mit 25,3 Prozent.

Bald neues Opensource-Betriebssystem?

Das Projekt ReactOS orientiert sich an hochgesteckten Zielen. Nicht weniger als ein Windows-kompatibles grafisches Betriebssystems soll entstehen, und zwar als Opensource. Wer den Stand der Entwicklungen begutachten will, kann sich ab sofort RC1, also eine frühe Vorversion, downloaden. Die Software steht auch als Live-CD zur Verfügung. Im Rahmen des Projektes wird übrigens streng darauf geachtet, dass kein Quellcode des Marktleaders in die Software gelangt…