Die Bedeutung der Social-Web-Anwendungen, insbesondere von Facebook, nimmt zu. Dies haben Studien der vergangenen Wochen gezeigt. Dabei geht es meines Erachtens nicht nur und nicht in erster Linie um den quantitativen Aspekt. Erfahrungen zeigen, dass User mehr und mehr Informationen (Hinweise, Links usw.) aus den Social-Web-Netzwerken gewinnen. Gekoppelt an diese Entwicklung könnten die Suchmaschinen rasch an Bedeutung verlieren. Die Information aus den Netzwerken ist “sozial gehärtet” und damit brauchbarer als Suchmaschinen-Listen. Freundschaftsnetzwerke erfüllen die Funktion verlässlicher Informationsfilterung. Sie sind auf Personen rückführbar und erreichen dadurch eine (gewisse) soziale Verbindlichkeit. Unter dieser Perspektive ist es für Google nicht unwesentlich, wie sich die GoogleBuzz-Initiative entwickelt. Kann es Google gelingen, Buzz gegen Facebook in Stellung zu bringen?

Woher kommen die Infos?
Das Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur empfiehlt Schulen, gemäss einer Meldung von Heise, “ab diesem Jahr auf die Lizenzierung von Microsoft-Produkten im Rahmen des Microsoft School Agreements zu verzichten”. Kritisiert wird die Kopplung der verbilligten MS-Produkte mit dem MS-Dienst live@edu. Der Entscheid des Medieninstituts dürfte ein nicht unbedeutendes Signal in der Schweizer Bildungsszene sein. Weiter bei Heise…
Eine Studie, siehe fingerprintapp.com, zeigt die Rangliste bei den Mail-Clients: Outlook führt, nicht überraschend, mit 43 Prozent, gefolgt von Hotmail (17), Yahoo (13) und GMail (5). Lotus Notes bringt es gerade mal auf 0.4 Prozent. (Info via Hans-Dieter Zimmermann, GoogleBuzz)
@Raumsinn scheint mit seiner Bemerkung (bei GoogleBuzz) recht zu haben. Eine Studie zeigt, dass die Beliebtheit von Social-Web-Services direkt an die Entwicklungen der Mobiltelefonie gekoppelt ist. Denn Social Networking wird verstärkt über Mobiltools betrieben, die Bedeutung des PC nimmt dabei ab. Denn Social Networking wird mehr und mehr zur Freizeitaktivität, welche Abseits von Büro oder Homestation abläuft. Zum Artikel der Zeitung DER STANDARD…
2009 war ein Twitter-Jahr. Microblogging hat 2009 politische Dynamiken verstärkt, zum Beispiel Oppositionsbotschaften beflügelt. Auch Support-Standards wurden verändert, Marketingabteilungen konnten einen neuen “Kanal” zur unmittelbaren Marktdurchdringung erschliessen und Communities freuten sich über zusätzlich Profilierungschancen. Die Google Suchmaschine sowie Bing werden Twittereien indizieren und der Begriff “Echtzeit” wird nun nochmals eine neue Bedeutung erhalten.
Dass Frauen das Internet anders als Männer nutzen, ist keine neue Erkenntnis. Nun zeigt eine aktuelle Studie, auf die Heise verweist, dass dies auch für das mobile Internet gilt. Während Männer stärker News-Dienste nutzen, sind Frauen beim Chatten engagierter. Webbasierte soziale Netzwerke nutzen Frauen und Männer etwa in gleichem Masse. Immerhin dieser letzte Punkt verhindert die einfache Zurechnung der Ergebnisse auf Gender-Klischees. Auch Männer kümmern sich im Internet um “das Soziale”. Zur Heise-Tabelle…
Kein virtuelles Sozialnetzwerk wächst so rasch wie Facebook. Bis Mitte dieses Jahres wurden weltweit 132 Millionen Einzelbesuche auf Facebook gezählt. MySpace bringt es gemäss comScore auf 117 Millionen. Für Facebook scheint sich die Internationalisierungsstrategie zu bewähren. Es ist nicht der US-Heimmarkt, der am schnellsten wächst. Enormes Wachstum bebachtet das Marktforschungsinstitut in Afrika, klar im deutlichen Wachstumsbereich liegen auch Lateinamerika, Europa und Asien.
Gerade bei der Internationalisierung des Social Networkings können Services wie Facebook ihre Stärke vollumfänglich ausspielen. Das kann nicht wirklich überraschen. Facebook hat dies früh begriffen und vor allem: Facebook hat die Internationalisierung aktiv betrieben.
Innovatives von local.ch: Mittels mapper.ch können Einladungen und Wegbeschreibungen (Geo Tagging) erstellt und per Mail verschickt werden. Unser Schnell-Test hat gezeigt, dass mapper.ch auf elegante Art funktioniert. Doodle- und Routenplanerfunktionalität sind eingebaut. Teilweise ist eine Registrierung nötig. Mehr und mehr wird ersichtlich, wie Geo Tagging die Zukunft von Socia-Web-Applikationen beeinflussen kann. Es reichen übrigens vier Anwendungsschritte, um jemanden mittels mapper.ch einzuladen.
Die Schulen des Kantons Genf werden noch in diesem Herbst auf Open Source umstellen. Als Bürosuite wird OpenOffice zum Einsatz kommen, Gimp wird der Bildbearbeitung dienen. Befeuert werden die Systeme vom Betriebssystem Ubuntu Linux. Immerhin sollen rund 9000 Schulen von dieser “Transformation” betroffen sein.
Die Neue Züricher Zeitung geht auf die Entwicklung hin zum Gratis-Internet in der Schweiz ein.
“Immer mehr Städte und Gemeinden wollen ihren Einwohnern kostenlos Internet-Zugänge anbieten”, schreibt die Zeitung.
Dies verändert die Ausgangslage für die Telekommunikationsbranche. In der Schweiz sind die Preise für die Internet-Zugänge insgesamt hoch, um so brisanter sind die aktuellen Entwicklungen. Zum Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung…
Zur Zukunft der Neuen Zürcher Zeitung:
“… So viel ist klar und auch nicht geheim: Ob man im Onlinebereich reüssiert oder nicht, wird die Überlebensfrage sein. Und ich habe noch nie gesehen, dass man in so wichtigen Dingen ohne happige Investitionen auskommt.”
Der dies sagt, ist Verwaltungsrat bei der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ): Privatbankier Konrad Hummler. Das Magazin hat ein Gespräch mit ihm geführt. Solche Aeusserungen deuten darauf hin, dass sich die NZZ verstärkt im Online-Bereich engagieren könnte. In diese Richtung denkt auch der Medienspiegel… “Jetzt müssen nur noch die Ideen her”, fasst der Medienspiegel zusammen.
Apple wird mit dem Browser Safari in den Windows-Markt eindringen. Eine Beta-Version (3) steht bereits zum Download bereit. Inwieweit dieser “Angriff” den Markt mittelfristig beeinflussen kann, ist eine offene Frage. Zurzeit fokussiert sich die Auseinandersetzung auf die Achse Internet Explorer vs. Firefox.
Dass dieser Fokussierungstrend weiter gehen würde, war abzusehen. Google kauft weiter ein. Aktuell ist der führende RSS-Dienstleister Feedburner von Google übernommen worden. 700.000 RSS-Feeds sollen zurzeit von Feedburner gelistet – oder ökonomisch ausgedrückt: vertrieben – werden.
Im Medien-Informatik-Schwerpunkt stellt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) heute Internet-TV-Projekte mit Potenzial vor. Unter anderem wird das Projekt Kyte des Ostschweizers Daniel Graf präsentiert. Graf hat an der Fachhochschule Ostschweiz – in Buchs – studiert. Um was geht es? O-Ton der NZZ:
“Hier kann jeder TV-Produzent sein, Direktor eines eigenen TV-Kanals. Ein Kanal besteht aus verschiedenen Shows und wird mit Filmchen, Fotos, Musik und auch interaktiven Elementen von mehreren Leuten laufend – und dank Handy auch von unterwegs – ergänzt.”
Mittlerweile glaube ich zu vernehmen, dass sich auch das Schweizer Fernsehen auf die neue Situation einstellt. Eine Situation, die einerseits gekennzeichnet ist durch technologische Entwicklungen, anderseits aber viel grundsätzlicher durch ein verändertes Verhältnis zwischen Fern- und Nahsehen. Das Nahsehen und damit die Kategorie des Alltags spielen eine zunehmend wichtigere Rolle.
Nun treibt Google den Datenschutzsensiblen dieser Welt wieder einmal den puren Schweiss auf die Stirn: Google reicht gerade ein Patent für eine Methode ein, mit der sich “psychologische Profile von Millionen Menschen” (Heise) erzeugen lassen. Dass das Online-Verhalten einiges über Person und Persönlichkeit des Users aussagt, ist klar. Dass damit “Psychologie” betrieben werden kann, ist ebenfalls nachvollziehbar. Und Google verfügt über die “richtigen” Informationen, um systematisch und breit entsprechende Methoden zu testen. Wissenschaftlich gesehen bleiben doch viele Fragen offen. Nicht alles, was nach einem psychologischen Test aussieht, sagt viel über den Testkandidaten aus. Oft wird mit solchen Verfahren mehr über die Psychologie selbst ausgesagt. (Quelle: Heise)
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