Fünfte Generationentagung ist Geschichte

In Weinfelden fand heute die fünfte Generationentagung der FHS St.Gallen statt. Regie führte der Leiter des Kompetenzzentrums Generationen, Ulrich Otto. Er leitete in die Tagung ein und stellte die Workshop-Themen fundiert vor. Rund 100 Interessierte waren gekommen. Pointierter Titel der Veranstaltung: “Heimat, Quartier, vier Wände – ein Leben lang”.

Ulrich Otto machte deutlich, wie schwierig es ist, den Begriff des “Quartiers” zu fassen. Es skizzierte real existierende Experimente, welche erfolgreich Nachbarschaft stiften und soziale Netzwerke fördern. Es gehe nicht um eine Versorgungs-, sondern um eine Mitwirkungsgesellschaft. Angesichts demografischer Entwicklungen sei weniger eine Alters-, als vielmehr eine Generationenpolitik gefragt.


Beda Meienberger, Innovationszentrum St.Gallen, FHS St.Gallen

In fünf Workshops wurden Themen aufgearbeitet. Um Soziotechnik ging es ebenso wie um “offene Arbeit mit Kindern” (siehe auch Fotos von Referentin und Referenten). Durchgängig jedoch stand die Perspektive sozialer Netzwerke im Vordergrund.


Dani Fels, Kompetenzzentrum Soziale Räume, FHS St.Gallen


Eva Lingg, Kompetenzzentrum Soziale Räume, FHS St.Gallen


Martin Müller, Leiter Consulting, Institut für Soziale Arbeit, FHS St.Gallen

Altern im Netz

Heute Referat bei Namics St. Gallen, Ueberlegungen zum Referat “Altern im Netz”:

“Die Alten” gibt es nicht: nicht das Alter, sondern das Altern ist im Brennpunkt des Interesses.

Alter ist nur ein Aspekt, der die Ausgangslage für die Internet-Nutzung prägt, weitere sind Geschlecht, Bildung, soziales Umfeld, Technikaffinität usw.

So genannte Silversurfer und jüngere Nutzer nutzen das Internet in ähnlicher Weise.

Oekonomisch relevante Steigerungsraten bei der Internet-Nutzung sind seit 2008 fast ausschliesslich bei den Silversurfern zu sehen. Aeltere sind z. B. im “Online-Shopping” stark vertreten. 2011 nutzen annähernd gleich viel Frauen wie Männer das Internet (Referenz Deutschland). Das “soziale Web” wird stärker von Frauen frequentiert. Bei den älteren Jahrgängen sind die Frauen allerdings untervertreten (Referenz Schweiz).

Die Favoriten unter den Offliner-Argumenten sind: “zu kompliziert” und “zu unsicher“.

Onliner sehen sich auf ein unterstützendes Umfeld angewiesen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Gleichaltrige (Freundeskreis) und Jugendliche aus der Familie.

Onliner nutzen u. a. favorisiert Anwendungen, welche die “soziale Riskanz” von Echtzeitkontakten minimieren. Anderseits ist die “soziale Eichung” von Web-2.0-Anwendungen nur teilweise gelungen.

Es existiert ein normativ erzeugter Druck, wonach man wollen muss: Wer nicht im Netz ist, verhält sich ausserhalb des Zuschreibungsdreiecks: aktiv, sozial und fit. Unter solchen Bedingungen ist es schwierig, Altern als Prozess der Einschränkung zu akzeptieren.

Lernbedürfnisse und Lernchancen verändern sich im Verlauf des Lebens. Aeltere lernen nicht primär schlechter, sondern anders als Jüngere (z.B. bezüglich Vorratslernen, Grad der Alltagsplausibilisierung).

Nutzungssettings von informatischen Anwendungen sind oft über Metaphern organisiert, die (zu) stark einschränkend wirken.

Deutlich weniger als ein Drittel der älteren User sind bei der Nutzung sensorisch eingeschränkt.

Aeltere User wollen oft nicht als “ältere User” wahrgenommen werden. (“Schampoo für reifere Haare”). Menschen über 70 fühlen sich im Schnitt 13 Jahre jünger. Es gibt Hinweise, dass sie sich auch “jünger” handeln.

Die Altersgruppe zwischen 65 und 70 ist mit rund 60 Prozent im Netz vertreten. Ab 80 nimmt die Nutzungswahrscheinlichkeit massiv ab. Frauen sind im Alter stärker webabstinent.

Beispiele:
http://www.platinnetz.de – http://www.feierabend.de – http://www.seniorweb.ch

Frauen und Männer nutzen das Web unterschiedlich (2005):

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,392642,00.html

Danke für die Einladung, Jürg!

Social Media, Social Work

Das Institut für Soziale Arbeit IFSA (FHS St.Gallen) erhält vermehrt Anfragen des folgenden Typs: “Wir hören überall von Facebook und Co., von den Möglichkeiten des sozialen Internets. Was bedeutet das alles für die Soziale Arbeit? Verpassen wir etwas, wenn wir zuwarten?”

Vor diesem Hintergrund hat sich das Hochschulinstitut entschieden, einen Seminartag anzubieten. Es wird systematisch nach dem Mehrwert von Social Media für die Soziale Arbeit gefragt.

Soziale Arbeit ist zweifach von den Social-Media-Entwicklungen betroffen. “Einerseits verändert das neue Internet die Lebenswelten der Zielgruppen. Soziale Probleme verändern sich. Chancen gesellschaftlicher Teilhabe hängen vom Zugang zu Medien ab. Anderseits fragen sich Organisationen, wie sie Social Media nutzen können, um ihre Zielgruppen besser zu erreichen und Anliegen öffentlich zu machen” (Ausschreibungstext).

Der Seminartag findet am 8.12.2010 statt (Beginn 9.10 Uhr, Rorschach, Ostschweiz). Referenten sind Hans-Dieter Zimmermann und Reto Eugster. Zum PDF-Flyer

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Eine Stadt sucht ihre Bühne

Buchpräsentation in Rorschach: Stehreferat, Selina Ingold und Mark Riklin

Ueber knapp fünf Jahre hinweg haben Selina Ingold und Mark Riklin mit rund 500 Studierenden der FHS St.Gallen die Ostschweizer Stadt Rorschach zur Bühne verwandelt. Immer wieder von neuem, jeweils unter veränderten Perspektiven. Für Rorschach bot dies vielfältige Anlässe zur Selbstvergewisserung. Zu Prominenz brachten es die Alltagsgeschichten einer verkannten Stadt in der “Ostzone” der Schweiz: Alltagserzählungen, die lokal Bedeutung erlangen, oft flüchtig, vorläufig und verwegen – und von unschätzbarem Wert – sind.

Die “Stadtprojekte” waren gekoppelt an Social-Web-Aktivitäten. So kam beispielsweise das Weblog Quartierpalaver zustande. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete Dani Fels, Gemeinwesenarbeiter und Webaktivist.

Nun ist das Buch Stadt als Bühne, herausgegeben von Selina Ingold und Mark Riklin, erschienen, am vergangenen Donnerstag fand die Buchpräsentation statt. Gefördert wurde das Projekt durch die FHS St.Gallen. Der Rektor der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Sebastian Wörwag, betonte an der Buchvernissage die Bedeutung eines Bildungsverständnisses, das den öffentlichen Raum zum Schulzimmer macht.

Das Buch bietet übrigens auch von der Machart her einige Ueberraschungen. Etwas ganz Besonderes ist die japanische Bindung: Der Leser und die Leserin werden aufgefordert, zwischen den Seiten zu lesen. Wer das Buch vollumfänglich lesen will, ist auf einen Brieföffner angewiesen…

Rorschach kommt, seit die FHS St.Gallen einen Sitz in der Bodenseestadt hat, zu viel Aufmerksamkeit. Was hier geboten wird, ist mehr als Standortmarketing: Es ist die Arbeit an der “Stadtreputation”.

Ubuntu-Gründer an den Linux-Tagen

Vom 9. bis am 12. Juni 2010 finden in Berlin die Linux-Tage 2010 statt. Der Ubuntu-Gründer Shuttleworth wird auftreten, auch sonst hat der Event einiges zu bieten. (Ein Auftritt gehört z. B. dem freifunknet.) Shuttleworth wird über Ubuntu 10.10 sprechen, das am 10. Oktober dieses Jahres erscheinen wird. Gerade erst ist 10.04 verteilt worden, zum Beispiel in zahlreichen Zeitschriften(sonder)nummern: Bereits 10.04 tritt den Beweis an, dass Linux massenfähig geworden ist. Die Installation geht umstandslos vonstatten und die Resonanz insgesamt gut.

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Sozialinformatik in Rorschach

Daniel Suter am Sozialinformatik-Event 2010

Daniel Suter referiert – mit viel Körpereinsatz

Gestern Abend fand an der FHS St.Gallen in Rorschach (Ostschweiz) der Sozialinformatik-Event 2010 statt. #sievent nennt sich die Veranstaltung. Sozialinformatik-Fachleute aus der Ostschweiz präsentieren sich aktuelle Projekte, so die Idee, welche der Community-Veranstaltung zugrunde liegt.

10 Jahre
Seit 10 Jahren sind die Fachbereiche Technik und Soziale Arbeit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in der Sozialinformatik engagiert. Sie bieten ein Masterstudium und einen Zertifikatslehrgang an. Vor allem in Medienpädagogik und Soziotechnik hat sich die Schule in den letzten Jahren profiliert.

50 Gäste, 5 Projekte
Rund 50 Gäste waren eingeladen, 5 Projekte wurden präsentiert. In der Eröffnung skizzierte Reto Eugster Entwicklungen, welche die Sozialinformatik in den letzten 10 Jahren prägten. “Welche Bedeutung hat Facebook für unsere Organisation im Sozialwesen?” Eine Frage, die in letzter Zeit den Fachleuten der Sozialinformatik an der FHS St.Gallen vermehrt gestellt werde. Dabei stehe “Facebook” oft für Social Media insgesamt.

Wissensmanagement auf Wiki-Basis
Simon Daiker von Namics stellt das Wissensmanagement-System von Namics vor, das auf Wiki-Technologie beruht. Seine Präsentation inspirierte Fragen nach der Uebertragbarkeit auf Sozialeinrichtungen. Es gelang Simon Daiker, verschiedene Transferoptionen aufzuzeigen und zu konkretisieren. Zwar seien umfangreiche Portallösungen auf dem Markt und ausgereifte Forensysteme usw. Wiki-Systeme böten weder eine ausgebaute Portal- noch eine Forenfunktionalität, seien jedoch als sinnvoller Kompromiss zu sehen und vor allem: Sie seien einfach zu bedienen, so Daiker.

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Simon Daiker

Mobiles Lernen
Martin Hofmann zeigte – unter dem Stichwort Mobile Learning – zwei konkrete Möglichkeiten, wie Dokodare in der Schule genutzt werden könnte. Dabei konnten die Gäste bereits während der Tagung erste Gehversuche wagen. Bestechend die Idee, die Schulzimmertüre virtuell zu öffnen, das Lehr- und Lerngeschehen (live) über den Schulraum hinaus zu “organisieren”. Erste Versuche in diesem Bereich wurden im Lehrgang Medienpädagogik bereits realisiert, und zwar via “Mediengetwitter”.

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Martin Hofmann

SMS-Beratung
SMS-Beratung für Kinder und Jugendliche, angeboten von der Pro Juventute, war das Thema des Mr. Online-Beratung, Roland Wittwer. Wittwer war zuvor für tschau.ch verantwortlich und konnte pointiert und umfassend in Chancen und Risiken der Online-Beratung einführen. Ein Teil von Kindern und Jugendlichen schaffe es zwar, eine Telefonberatungsnummer zu wählen, sei dann aber nicht in der Lage zu sprechen. Die SMS-Beratung biete nochmals neue Möglichkeiten, gerade in solchen Situationen.

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Roland Wittwer

Tools für Fachkräfte der Sozialen Arbeit
Anwendungen für Fachkräfte der Sozialen Arbeit stellten Peter Niedermann von der Movis AG und Daniel Suter von KOSA vor. Die Movis AG bietet betriebliche Sozialarbeit an. Peter Niedermann zeigte den Prozess der Implementierung von Wissensmanagement bei Movis AG nach. Daniel Suter schliesslich führte in das Klientinformationssystem von KOSA ein. KOSA bietet aufsuchende Sozialarbeit. Aspekte der Qualitätssicherung über ein Klientinformationssystem wurden von Daniel Suter referiert und schliesslich im Plenum diskutiert.

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Peter Niedermann

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Daniel Suter

Sozialinformatik-Event 2010 in Rorschach

IKT im Sozial- und Bildungsbereich: Der Sozialinformatik-Event 2010 in der Ostschweiz bietet Micro-Präsentationen, Bündiges und Prägnantes. Er findet am 29.4.2010 in Rorschach statt, 17 bis 20.15 Uhr.

Der Untertitel ist Programm: “Inspirationen, Lösungen, Tools”. Gemeint fühlen kann sich die Social-Web- sowie die Sozialinformatik-Community. Da es sich um einen Community-Anlass handelt, ist die Teilnahme kostenlos. Es soll eine überschaubare Runde eingeladen werden, in welcher “echte Diskussionen” eine Chance haben. Bei Interesse reicht ein Mail an sievent(aet)ifsa.ch.

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“nowHere”: Im Zeichen des Echtzeit-Web

Bald ist es wieder soweit: Wenn die Tage länger und wärmer werden, findet in Berlin die re:publica statt. Vom 14. bis zum 16. April 2010 dreht sich alles um das Echtzeit-Web. Unter dem Titel “nowhere“, welcher das Jetzt und Hier und gleichzeitig das Nirgendwo des Social Web impliziert, wird über Themen wie Internetmeme, das Internet als Lebens- und Kommunikationsraum, Zensur im Internet etc. gesprochen. Mehr Informationen zur vierten Durchführung dieser Social-Media-Konferenz: Internetseite re:publica 2010.

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“Internationaler Tag der Langsamkeit”

Zum “Internationalen Tag der Langsamkeit” starteten unter anderem Studierende des Ostschweizer Zertifikatslehrgangs Medienpädagogik am Bahnhof St. Gallen heute Mittag eine Aktion. Für zehn Minuten konnte das Handy in Obhut gegeben werden: zehn Minuten Unerreichbarkeit scheinen fast unerreichbar… Es braucht viel Aktivität, um Aktivität einzudämmen. Die Vorankündigung gibt Details preis… (Artikel von Martin Hofmann)

Der Lehrgang Medienpädagogik wird gemeinsam von der Pädagogischen Hochschule St. Gallen sowie der FHS St.Gallen angeboten. In diesem Jahr zum dritten Mal.

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Freemind in Version RC5

Auf eigene Verantwortung … lässt sich bereits Freemind in der RC Version 5 nutzen. Offiziell freigegeben ist RC 4. Unsere Tests waren erfolgreich, das Tool ist bei uns stabil einsetzbar. Es handelt sich dabei um eine Vorversion, was die Bezeichnung “RC” verdeutlicht. Für alle Freeminder und Tester: Parabuild (17.7.2009).

Soziotechnik in der Ostschweiz

Heute findet in Wil (bei St. Gallen) die 1. Ostschweizer Soziotech-Tagung statt. Die von der FHS St.Gallen durchgeführte Veranstaltung trägt den Titel “Morgen ist anders…”. Angeboten werden unter anderem acht so genannte Micro-Workshops. In allen Workshops, die je 20 Minuten dauern, beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Mensch-Technik-Schnittstelle, und zwar aus unterschiedlichen Optiken. Themen wie GeoMapping, Alltagstauglickeit des Internets, neue Audio-Technologien usw. werden angegangen. Die Tagung beginnt um 13.30 Uhr im Stadtsaal. Rund 150 Personen haben sich bereits angemeldet. Eröffnet wird der Event vom Rektor der Hochschule, von Sebastian Wörwag. Anschliessend führen die drei Institutsvertreter Marcel Loher, Ulrich Reimer und Reto Eugster in die Problemstellung ein. Der bekannte Schauspieler Matthias Flückiger moderiert die Tagung.