Die Schweizerische Kriminalprävention, Neuchatel, schreibt in der Einleitung zu Safersurfing:
“Laut einer Umfrage von 2009 (Quelle: http://eiaa.net) können sich 89% der europäischen Jugendlichen ein Leben ohne Soziale Netzwerke wie Netlog & Co. nicht mehr vorstellen.”
In Rorschach führt der SP-Politiker Res Lerch ein “Wahlblog“. Dieses Blog befasst sich mit Themen rund um die Regionalentwicklung und ist über das ursprüngliche Ziel, Stimmen und politische Stimmung zu generieren, hinaus gewachsen. Inzwischen hat sich ein Kreis von Stammleserinnen und Stammlesern gebildet. Und auch an Kommentaren fehlt es nicht. Immerhin 13 Kommentare gibt es zum aktuellen Beitrag (16.11.2008).
Lerch hat die Weblog-Inhalte nun auch zwischen zwei Buchdeckel gepresst. “Blogologisches” nennt sich das Buch zum Blog, das die Entwicklung der Community-Bildung gut nachzeichnet. Allerdings kann man am Beispiel dieses Buches einmal mehr aufzeigen, wo die Grenzen eines Transfers von Weblog-Beiträgen in das Buchformat sind.
Fazit: Lerch zeigt ein Beispiel, wie sich das Blog-Format für die Community-Bildung in lokalen Verhältnissen nutzen lässt. Er zeigt überdies, dass es eine Frage des Engagements ist, ob ein solches Vorhaben gelingt oder misslingt. Offensichtlich bringt Lerch das nötige Engagement auf.
Weitere Beispiele solcher Lokalentwicklungs-Blogs sind willkommen (siehe Kommentarfunktion).
Diese Entwicklung ist für das Social Web insgesamt bedeutungsvoll: Wie dem Heise-Newsticker zu entnehmen ist, tritt das Studierendennetzwerk studiVZ der Initiative OpenSocial bei. OpenSocial wurde von Google lanciert und definiert Schnittstellen für die Entwicklung von Social-Web-Anwendungen. Ziel der OpenSocial-Initiative ist es, Tools im Rahmen unterschiedlicher Web-Plattformen einsatzfähig zu machen. Der OpenSocial-Initiative gehören beispielsweise auch MySpace oder Xing an. Facebook hingegen ist auf Distanz zu OpenSocial gegangen.
Immer öfters treffe ich in den Weiten des Internets auf “Qyper”, obwohl in meinem nähren Umfeld noch wenige Qype kennen. Qype ist ein Netzwerk, ein Modell der Community-Bildung, und gemäss Selbstaussage “Deutschland grösstes Bewertungsportal für Lokales”. Von den Qypern werden Restaurants, Freizeitangebote, Services usw. bewertet, jedenfalls vieles, was das Alltagsleben ausmacht. Das Ergebnis ist eine Art bunter Städteführer, den die Community gemeinsam erstellt und kontinuierlich weiter entwickelt. Einmal mehr ist das Vertrauen in die “Schwarmintelligenz” ungebrochen…
Immerhin ist Qype in diesem Jahr von der Zeitschrift Focus mit einem “sehr gut” bewertet worden. Acht ähnliche Angebote wurden verglichen. Und tatsächlich: Zu mir bekannten Orten finde ich Informationen, die grösstenteils nachvollziehbar sind. Übrigens, wer sich an die Vorvergangenheit des Bloggens erinnert, kennt Stephan Mosel, besser bekannt als Moe. Stephan arbeitet bei Qype. Kein Wunder also, dass bei Qype auch gebloggt wird…
Das Internet insgesamt entwickelt sich zu einer Bewertungsinstanz. Zu “meinen” Ferienhotels, den Stränden und Restaurants, Websites und Elektronikprodukten, Hochschulen und Professoren, TV-Serien und Freizeitfotos usw. finden sich Bewertungen, die ohne Rahmeninformation wenig, meistens gar nichts, aussagen. Diese Bemerkung spricht nicht gegen Qype. Nur: Es ist eine schwierige Aufgabe, sich als Bewertungsportal von der grassierenden Bewertungsmanie abzusetzen.
Erst verspätet bin ich auf einen Artikel im Blog Medinfo gestossen, der sich mit “Nischen-Gemeinschaften” im Web befasst. Diesbezüglich sind viele “kleine Welten” am Entstehen, insbesondere Wissenschaftler schaffen “Untergruppen” im Netz. Allerdings ist es beispielsweise über Xing ebenfalls möglich, Nischen zu bilden (Gruppen) – und dies kann insofern sinnvoller sein, als weit verbreiteten Services wie Xing beides bieten: Frequenz und spezifische Perspektiven.
Ohne zu übertreiben, kann man sagen, Peter Oakley sei zum YouTube-Star geworden. Vor rund einem Jahr hat er sein erstes selbst produziertes Video eingespielt. Sein Konzept ist einfach: Er sitzt vor die Kamera und berichtet, mittlerweile 80jährig geworden, von seinem Leben. Eingespielt werden seine Video-Schnipsel bei YouTube. Inzwischen ist Oakley auf dem Weg, TV-relevant zu werden… Bekannt geworden ist der Brite unter dem Pseudonym Geriatric1927. In der letzten Medien-Beilage hat sich auch die Neue Zürcher Zeitung dem Phänomen Geriatric1927 angenommen. Zum Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung…
MySpace, die Tausch- und Selbstdarstellungsbörse im Internet, ist mit einem weiteren Konkurrenten konfrontiert. Bloomstreet ist seit wenigen Tagen in die Beta-Phase gestartet und zielt in erster Linie auf die Zielgruppe Jugendlicher und junger Erwachsener. Noch mehr Bild, noch mehr Video, Chat-Boxen, Spiele usw. Die in Berlin-Kreuzberg angesiedelte Firma kann auf die Unterstützung von Bertelsmann bauen. Zu Bloomstreet gibt es auch ein Blog.
Seit letzter Woche gibt es Ning in neuem Gewand. Ning ist eine werbefinanzierte Austauschplattform. Websits können via Ning erstellt, Fotos, Videos usw. geteilt werden. Noch steht Ning am Anfang und kann sich von den Nutzerzahlen her mit MySpace nicht messen lassen.
Das Home-Wiki von Freemind, der freien Mindmap-Software, bietet die Gelegenheit, Maps öffentlich zugänglich zu machen. Doch bislang ist die Ausbeute an deutschsprachigen Dateien äusserst gering. Online ist erst ein einziges Map mit einer Quellensammlung zum Thema “Bedingungsloses Grundeinkommen“. Unser Medienpraxis-Hinweis soll Freemind-User animieren, ihre Werke zu teilen…
Das Blog Krusenstern – “Russland und die Ukraine im Fokus” – berichtet über die Blogszene in Russland. Insgesamt sei die Blogszene in Russland im Verhältnis zum Westen klein (1.15 russischsprachige Weblogs), jedoch seien statistisch gesehen
“die russischen Blogger dreimal produktiver als westlicher Blogger”.
, der Autor des zitierten Beitrags, sammelt Aussagen von russischen Bloggern, um sie in einen Artikel für eine deutschsprachige Zeitschrift einfliessen zu lassen. Siehe auch dein Beitrag im Moscow-Blog…
Dass die Zeitschrift Focus einen Lead-Artikel zum Thema Web 2.0 veröffentlicht hat, ist in der Blogszene vielfach thematisiert. In diesem Zusammenhang zeigt Focus an einem Beispiel, welches Potenzial die Video-Welle, die zurzeit das Web erfassst, mit sich bringt. Ein knapp 80-jähriger Rentner aus Grossbritannien veröffentlicht in 5-Minuten-Sequenzen bei YouTube seine Lebensgeschichte. Diese Serie ist beliebt und unter dem Titel Telling it all zu finden. Das Beispiel zeigt, wie stark der Alltag in den Fokus des Interesses rückt. Und vielleicht ist gerade dies eine der bemerkenswertesten Entwicklungen, die wir zurzeit (im Web) erleben.
“Das Open-Source-Projekt Fedora hat ein spezielles Frauenprogramm ins Leben gerufen, welches Anwenderinnen und Entwicklerinnen eine eigene Web-Plattform rund um die Verwendung und Entwicklung von Fedora bieten soll.” Zum Artikel im DER STANDARD…
Ein kleines Experiment soll es werden, das neue Glücksblog. Das Konzept: Die Blog-Autoren durchforsten den täglichen Nachrichtenpool mit dem Ziel, ausschliesslich Positives herauszufiltern bzw. neu zu generieren. Doch was ist eine “positive” Nachricht? Bewertungsinstanz ist allein der publizierende Autor. “Dabei gehört es zum Spiel, einseitig positiv zu berichten. Ausgewogenheit ist mitnichten unser Ziel. Täglich gehen die Massenmedien mit uns eine Wette ein, welche lautet: Alles wird schlechter. Das Glücksblog setzt dagegen: Vieles wird besser.”
Ist dahinter ein politischen Programm oder eine neureligiöse Bewegung zu vermuten? Keineswegs. “Das Glücksblog ist ein Versuch über das Glück. Es soll Spass machen und ist für uns ein kleines Experiment”, erklärt tamür, einer der Autoren. “Wir lesen die Zeitung nun ‘gegen den Strich’, gegen die medial inszenierte Katastrophe des Alltags.”
Am frühen Abend hat sich die kleine Glücksblog-Gruppe gestern in St. Gallen getroffen und das Vorhaben einem Interessiertenkreis vorgestellt. Ein ganz und gar informelles Treffen, das von der positiven Resonanz gegenüber der Glücksblog-Idee geprägt war.
Im Budrich-Verlag hat Christina Schachtner aktuell ein Handbuch für Frauen herausgegeben: Erfolgreich im Cyberspace. Das Buch enthält Aufsätze, die Mädchen und Frauen dabei unterstützen, virtuelle Netzwerke aufzubauen, zu betreiben und zu nutzen. Mit dem inhaltlichen Bezug auf die Ostschweiz gibt es beispielsweise ein solches Netzwerk: www.ostschweizerinnen.ch. Dieses wurde vor vier Jahren von Veronika Longatti und Erika Bigler initiiert.
In Frankreich wurden fünf Blogger, die via Weblog zur Gewalt aufgerufen haben sollen, festgenommen. Der jüngste sei 14 Jahre alt, schreibt DER STANDARD…
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