Unter dem Titel “Die Mär von der Vereinsamung” zitiert der Zürcher Tagesanzeiger den Berliner Jugendforscher Klaus Hurrelmann (29.12.2010): “Mediale Netzwerke für sich persönlich gewinnbringend zu nutzen, hänge davon ab, wie kompetent jemand in anderen Bereichen sei…” Zum Artikel im Tagesanzeiger…
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Nicht auf Twitter verzichten
“Ich würde auf Twitter nicht verzichten wollen. Ich bin so gut informiert wie niemals zuvor, weil ich den richtigen Trüffelschweinen folge.” Dies sagt Wibke Ladwig im Interview “Durch Twitter können Verlage direktes, unverfälschtes Feedback erhalten”. Ein interessanter Text bei Verlage der Zukunft…
Aus dem Automaten
Wie die WELT berichtet, wird es bald Digicams oder iPhones aus dem Automaten geben. Und nichts weniger als das: 150 Produkte werden beispielsweise beim Hauptbahnhof München über diesen Weg zu beziehen sein. Man ist auf der Reise und hat das Rasierzeug und die Cam vergessen. Künftig kein Problem mehr. Beides gibt es Tag und Nacht auf der Durchreise bei Bahnhöfen (und Flughäfen) zu beziehen.
Bewertungen überall
Yelp ist in Oesterreich gestartet. Das Bewertungsportal, orientiert am lokalen Raum, kann sich über mangelnden Erfolg nicht beklagen. Bewertet werden beispielsweise Krankenhäuser in Wien ebenso wie Wellness-Services in Vorarlberg. Wie auch ähnliche Portale und Netzwerke bringt Yelp meines Erachtens das auf den Punkt, was das Social Web “kann”. Dass damit auch Risiken verbunden sind, ist jedem klar, der sich damit auseinandersetzt. Aber diese unterstellbaren Risiken sprechen nicht gegen solche Portale. In der Schweiz übrigens lässt Migros Produkte und Dienstleistungen via Migipedia durch Kunden bewerten.
Online-Speicherplatz in Fülle
Online-Speicherplatz gibt es mittlerweile kostenlos oder günstig bei verschiedenen Anbietern. Auf Wuala, eine weitgehend an der ETH Zürich entwickelte Lösung, haben wir schon hingewiesen. Bei Wuala ist 1 GB kostenlos verfügbar, mehr Speicherplatz ist auch ertauschbar. Ein interessantes, innovatives Modell (siehe Grafik auf Wuala). Dropbox ist mittlerweile der Klassiker, vor allem wegen der eleganten Synchronisationsfunktion. Google bietet Speicherplatz via GoogleDocs an. Mittels der Firefox-Erweiterung Gspace kann auch der GeMail-Speicherplatz, immerhin mehr als 7 GB, als Harddisk genutzt werden. Ob dies im Sinne von Google ist, ist mir unklar. Schweizer Qualität verspricht mydrive, zurzeit werden 2 GB kostenlos angeboten. Es handelt sich um einen einfach zu nutzenden Service von Softronics. Stolze 25 GB stellt Microsoft kostenlos zur Verfügung, skydrive nennt sich der Service, der sich erwartungsgemäss ausgezeichnet in die Windows-Umgebungen integrieren lässt. Mit diesem 25-GB-Angebot konkurrenziert Microsoft Google hart. Es ist zu erwarten, dass Google nachziehen wird – und den kostenlos verfügbaren Speicherplatz erhöhen könnte.
Update: Etwas versteckt wird bei Wuala auf die Möglichkeit verwiesen, Wuala direkt über den Browser, ohne Installation, zu starten. Es macht durchaus Sinn, Wuala nicht als Webapplikation anzubieten. Dies verbessert den Sicherheitsstatus des Service. Denn die Daten werden auf diese Weise erst beim User entschlüsselt.
Und wieder einmal der Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr.
WordPress 3.0 erschienen
Ohne Zweifel: WordPress ist zum Standard in der Blogwelt geworden. Nun ist, nach einigen Turbulenzen, die Version 3.0 “Thelonious” erschienen. An Neuerungen mangelt es nicht, wie ein Blick in die offizielle Liste zeigt. Eine Version mit Sprachanpassungen für Deutsch ist ebenfalls bereits erhältlich. (Hier bei uns war das Update problemlos möglich.)
WordPress Foundation gegründet
Matt Mullenweg ist der Pionier hinter WordPress, der wohl bekanntesten und etabliertesten Blog-Software. Nun hat er einen wichtigen Schritt unternommen, um WordPress einer “zweiten Generation” zu übergeben. Er gründete die WordPress Foundation. Die gemeinnützige Institution strebt an, das Publizieren durch Open-Source-Lösungen zu demokratisieren.
Menschen im Alter und moderne Technik
Der Artikel ”Menschen im Alter können nicht mit moderner Technik umgehen? Ein Vorurteil!“, Reto Eugster (Autor dieses Blogs), ist nun via NamicsBlog zu beziehen. (Der Artikel ist 2010 in der Fachzeitschrift Curaviva erschienen. Es handelt sich um ein Interview, welches Susanne Wenger mit Reto Eugster führte.)
WordPress für Android
Android gewinnt mehr und mehr an Bedeutung, dies zeigen die aktuellen Zahlen. Nun ist eine neue Version von WordPress für Android (1.2.) erschienen. Neu sind z. B. die Funktionen Geotagging und Video-Upload. Dies berichtet WordPress Deutschland in einem Blog-Beitrag.
Lokalblog aus Rorschach
In Rorschach führt der SP-Politiker Res Lerch ein “Wahlblog“. Dieses Blog befasst sich mit Themen rund um die Regionalentwicklung und ist über das ursprüngliche Ziel, Stimmen und politische Stimmung zu generieren, hinaus gewachsen. Inzwischen hat sich ein Kreis von Stammleserinnen und Stammlesern gebildet. Und auch an Kommentaren fehlt es nicht. Immerhin 13 Kommentare gibt es zum aktuellen Beitrag (16.11.2008).
Lerch hat die Weblog-Inhalte nun auch zwischen zwei Buchdeckel gepresst. “Blogologisches” nennt sich das Buch zum Blog, das die Entwicklung der Community-Bildung gut nachzeichnet. Allerdings kann man am Beispiel dieses Buches einmal mehr aufzeigen, wo die Grenzen eines Transfers von Weblog-Beiträgen in das Buchformat sind.
Fazit: Lerch zeigt ein Beispiel, wie sich das Blog-Format für die Community-Bildung in lokalen Verhältnissen nutzen lässt. Er zeigt überdies, dass es eine Frage des Engagements ist, ob ein solches Vorhaben gelingt oder misslingt. Offensichtlich bringt Lerch das nötige Engagement auf.
Weitere Beispiele solcher Lokalentwicklungs-Blogs sind willkommen (siehe Kommentarfunktion).
Erfolg macht einseitig
Der Erfolg von Firefox hat dazu geführt, dass Mozilla seine Kräfte und Finanzen auf diese Erfolgsstory konzentriert. Eine Entwicklung, die Thunderbird nicht gut bekommt. Der Mail-Client leidet unter mangelnder Entwicklungsdynamik und das Potenzial der Thunderbird-Konzeption ist noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Nun denkt man bei Mozilla darüber nach, ob eine eigene Foundation für Thunderbird gegründet werden soll. Mozilla-Chefin Baker schreibt darüber in ihrem Weblog…
Diffamierung via Internet
Im Internet ist der “gute Ruf” rasch verspielt. Diffamierende Artikel erzeugen via Suchmaschinen rasch einen Breiteneffekt. Dies ist vor allem deshalb oft fatal, weil das Internet ein “gutes Gedächtnis” hat. In Zwischenspeichern von Suchmaschinen lagern Artikel lange und sind auch dann noch auffindbar, wenn sie Schnee von gestern sind. Hinzu kommt, dass Artikel, die skandalisiert sind, rasch an verschiedenen Orten des Netzes auftauchen. Im Artikel “Virtuelle Diffamierung, realer Schaden”, erschienen in der Neuen Zürcher Zeitung (22.7.2007), gehen Manfred Weise und Reto Eugster, Autor dieses Weblogs, auf die Problematik ein. Sie skizzieren eine erfolgversprechende Gegenmassnahme:
“Oft ist daher ein … Mittel erfolgversprechender: eine eigene Website aufschalten oder einen eigenen Blog führen. Wenn man dies geschickt macht, gelangt man mit selbstverantworteten Webseiten ganz oben auf die Trefferlisten der Suchmaschinen. Und das kann einem schon die gröbsten Peinlichkeiten ersparen, weil kaum ein Surfer sich für mehr als die ersten vier bis fünf Links zu einer Person interessiert.”
Heisst dies im Klartext: Bloggen, um sich eine eigene virtuelle Identität aufzubauen, zu pflegen und weiter zu entwickeln?