Steiniger Weg zur Social-Media-Nutzung

Social-Media-Nutzung in Organisationen (z.B. des Bildungs- und Sozialwesens): Nur schon das Befolgen von zwei scheinbar einfachen “Goldregeln” würde Missverständnisse bei der Einführung vermeiden helfen. Diese Erkenntnis geht auf meine ebenso aktuellen wie erlittenen Erfahrungen zurück. Die beiden “Goldregeln” könnten lauten:

Goldregel 1: “Wer nichts zu sagen hat, sollte es auch nicht via Social Media sagen.”

Goldregel 2: “Vor jeder Diskussion um Social Media im Unternehmen muss die Bereitschaft zum Dialog gegeben sein.”

Das Handy der Zukunft “lebt”

Pressetext: Auch ein Handy kann einem ans Herz wachsen. Es ist ein treuer Begleiter und hilft oft aus schwierigen Situationen heraus. Und hat sich der Nutzer erst einmal daran gewöhnt, wird aus dem seelenlosen Stück Technik ein wahrer Freund. „Wäre es dann nicht schön, wenn das Handy etwas ‚Lebendiges’ wäre?“ fragte der Gewinner des Ideenwettbewerbs initiiert von emporia. Dieser Ansatz überzeugte die Jury, bestehend aus Vertretern von emporia Telecom, Swisscom, Pro Senectute, der FHS St.Gallen sowie der Migros.

Vollständiger Pressetext zum Ideenwettbewerb… (PDF)

Fünfte Generationentagung ist Geschichte

In Weinfelden fand heute die fünfte Generationentagung der FHS St.Gallen statt. Regie führte der Leiter des Kompetenzzentrums Generationen, Ulrich Otto. Er leitete in die Tagung ein und stellte die Workshop-Themen fundiert vor. Rund 100 Interessierte waren gekommen. Pointierter Titel der Veranstaltung: “Heimat, Quartier, vier Wände – ein Leben lang”.

Ulrich Otto machte deutlich, wie schwierig es ist, den Begriff des “Quartiers” zu fassen. Es skizzierte real existierende Experimente, welche erfolgreich Nachbarschaft stiften und soziale Netzwerke fördern. Es gehe nicht um eine Versorgungs-, sondern um eine Mitwirkungsgesellschaft. Angesichts demografischer Entwicklungen sei weniger eine Alters-, als vielmehr eine Generationenpolitik gefragt.


Beda Meienberger, Innovationszentrum St.Gallen, FHS St.Gallen

In fünf Workshops wurden Themen aufgearbeitet. Um Soziotechnik ging es ebenso wie um “offene Arbeit mit Kindern” (siehe auch Fotos von Referentin und Referenten). Durchgängig jedoch stand die Perspektive sozialer Netzwerke im Vordergrund.


Dani Fels, Kompetenzzentrum Soziale Räume, FHS St.Gallen


Eva Lingg, Kompetenzzentrum Soziale Räume, FHS St.Gallen


Martin Müller, Leiter Consulting, Institut für Soziale Arbeit, FHS St.Gallen

“Social Media – müssen wir dabei sein?”

Im aktuellen “Fokus” der Infostelle, Online-Plattform für das Sozialwesen, steht die Frage: “Social Media – müssen wir dabei sein?” Anita Hubert hat mich interviewt. Es ging zum Beispiel um die Frage, welche Reputationsrisiken Social Media im Sozialwesen mit sich bringe:

“Erfolgreiches Reputationsmanagement besteht weniger in der Verhinderung von Reputationsrisiken als in der Generierung von Reputationsgewinnen.”

Und auch die Frage nach der Zukunft von Social Media im Sozialwesen wurde diskutiert:

“In zehn Jahren werden erfolgreiche Kommunikationsstrategien (von Organisationen) mit einem Set unterschiedlicher «Sozialer Medien» rechnen. Sie werden von gesteigerter Mobilität ausgehen müssen. Das Verhältnis zwischen Privatheit und Öffentlichkeit wird sich weiter verändert haben. Eine «virtuelle Privatheit» wird entstanden sein, welche den heutigen Begriff des Privaten in Frage stellt.”

Zum Interview auf infostelle.ch

Blog-Design für die Massen

Im Juni erscheint das neue WordPress, Version 3.2. Und ab diesem Datum gibt es auch ein neues Standard-Design für WordPress, ein neues Theme für die Massen. Es nennet sich TwentyEleven und ist zurzeit noch in Entwicklung. Stärker noch als bisher wird die neue Design-Vorlage die Eingriffsmöglichkeiten der User vereinfachen.

Master in Social Informatics: Informationsevent

Seit 2000 ist die FHS St.Gallen im Bereich Social Informatics tätig und nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. In diesem Jahr nun ist das Masterstudium erneuert worden. Am 11. Mai, 18 Uhr, findet in Rorschach eine Informationsveranstaltung speziell zu diesem Master statt.

Im Herbst beginnt die erste Studienphase. Gestartet wird mit dem Zertifikatslehrgang Medienpädagogik. Dieser kann, wie alle Schwerpunkte, für sich allein studiert und mit einem Zertifikat abgeschlossen werden. Weitere Schwerpunkte sind: Online Services und Informatik-Projektleitung.

Angesprochen sind Fachkräfte aus Sozial-, Bildungs-, Gesundheits- und Bibliothekswesen. Fachkräfte, die Neue Medien in Non-Profit-Kontexten erfolgversprechend nutzen können, sind mehr und mehr gefragt. Details: http://www.fhsg.ch/sozialinformatik

Google Sites mit mehr Schriften

Dass Google Sites weiter entwickelt wird, ist (für mich) rundum positiv. Sites ist für viele Projekte und Aufgaben genau das Richtige. Die Wiki-Funktionalität leistet gute Dienste. Neu können bei Sites mehr als 100 Schriften verwendet werden. Dies liegt an der Unterstützung der Webfont API von Google. Die Schriften übrigens müssen beim Nutzer natürlich nicht installiert sein. http://sites.google.com

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Altern im Netz

Heute Referat bei Namics St. Gallen, Ueberlegungen zum Referat “Altern im Netz”:

“Die Alten” gibt es nicht: nicht das Alter, sondern das Altern ist im Brennpunkt des Interesses.

Alter ist nur ein Aspekt, der die Ausgangslage für die Internet-Nutzung prägt, weitere sind Geschlecht, Bildung, soziales Umfeld, Technikaffinität usw.

So genannte Silversurfer und jüngere Nutzer nutzen das Internet in ähnlicher Weise.

Oekonomisch relevante Steigerungsraten bei der Internet-Nutzung sind seit 2008 fast ausschliesslich bei den Silversurfern zu sehen. Aeltere sind z. B. im “Online-Shopping” stark vertreten. 2011 nutzen annähernd gleich viel Frauen wie Männer das Internet (Referenz Deutschland). Das “soziale Web” wird stärker von Frauen frequentiert. Bei den älteren Jahrgängen sind die Frauen allerdings untervertreten (Referenz Schweiz).

Die Favoriten unter den Offliner-Argumenten sind: “zu kompliziert” und “zu unsicher“.

Onliner sehen sich auf ein unterstützendes Umfeld angewiesen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Gleichaltrige (Freundeskreis) und Jugendliche aus der Familie.

Onliner nutzen u. a. favorisiert Anwendungen, welche die “soziale Riskanz” von Echtzeitkontakten minimieren. Anderseits ist die “soziale Eichung” von Web-2.0-Anwendungen nur teilweise gelungen.

Es existiert ein normativ erzeugter Druck, wonach man wollen muss: Wer nicht im Netz ist, verhält sich ausserhalb des Zuschreibungsdreiecks: aktiv, sozial und fit. Unter solchen Bedingungen ist es schwierig, Altern als Prozess der Einschränkung zu akzeptieren.

Lernbedürfnisse und Lernchancen verändern sich im Verlauf des Lebens. Aeltere lernen nicht primär schlechter, sondern anders als Jüngere (z.B. bezüglich Vorratslernen, Grad der Alltagsplausibilisierung).

Nutzungssettings von informatischen Anwendungen sind oft über Metaphern organisiert, die (zu) stark einschränkend wirken.

Deutlich weniger als ein Drittel der älteren User sind bei der Nutzung sensorisch eingeschränkt.

Aeltere User wollen oft nicht als “ältere User” wahrgenommen werden. (“Schampoo für reifere Haare”). Menschen über 70 fühlen sich im Schnitt 13 Jahre jünger. Es gibt Hinweise, dass sie sich auch “jünger” handeln.

Die Altersgruppe zwischen 65 und 70 ist mit rund 60 Prozent im Netz vertreten. Ab 80 nimmt die Nutzungswahrscheinlichkeit massiv ab. Frauen sind im Alter stärker webabstinent.

Beispiele:
http://www.platinnetz.de – http://www.feierabend.de – http://www.seniorweb.ch

Frauen und Männer nutzen das Web unterschiedlich (2005):

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,392642,00.html

Danke für die Einladung, Jürg!

Die Zeit danach

Es ist offensichtlich, die Zeit des eMails ist vorbei bzw. neigt sich dem Ende zu. In Herisau und Flawil veranstaltet die FHS St.Gallen zwei Events, welche sich der Zeit nach dem eMail zuwenden: http://www.i-collaboration.ch/archives/76

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