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Arbeiten 2.0: Wirklichkeit der Creative Class?

Trends und Gegentrends. Die Computerwoche setzt sich in einem interessanten Artikel mit dem Arbeitsplatz der Zukunft (und der Gegenwart) auseinander. Viel Euphorie verbindet sich hier mit dem Begriff des Arbeitens 2.0. Inwieweit sich diese Arbeitsformen über die Creative Class hinaus entwickeln – oder besser: durchsetzen – werden, ist meines Erachtens eine andere Frage. Wie kommen Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die hier (teilweise) zugrunde gelegt sind, verstärkt in die Unternehmen, und zwar über Strukturfragen oder Fragen der Prozessorganisation hinaus?

Zum Artikel der Computerwoche

Online-Beratung: Gegenwart und Zukunft

Online-Beratung bieten inzwischen unterschiedliche psychosoziale Einrichtungen an, beispielsweise Pro Informis, DrGay oder Lilli. Was im medizinischen Bereich bereits erfolgreich eingeführt ist, soll stärker noch die psychosozialen Services prägen. Der Tages-Anzeiger berichtet aktuell vom Trend zur Online-Psychotherapie. Experten und Expertinnen sehen durchaus Chancen für einen Ausbau von eTherapie. Das Institut für Soziale Arbeit IFSA übrigens verfügt über Expertise in diesem Bereich und beteiligt sich an verschiedenen Projekten.

Cloud-Speicher: Google kommt

Speicher in der Cloud wird mehr und mehr gefragt sein, gerade auch für den Normalo unter den Usern. Zurzeit stehen wir am Anfang einer solchen Entwicklung. Das Spezielle daran ist, dass sich bereits erkennbare Trends nochmals verstärken werden: mobile Nutzung des Internets, webbasiertes Office, Sharing-Modelle in der Zusammenarbeit usw.

Dropbox ist der hierzulande bekannteste Dienst. Im Geschäft etabliert ist auch Amazon. Doch nun kündigt Google an (über WSJ), einen neuen Service – DRIVE – aufstarten zu wollen, “innert Wochen oder Monaten”. Cloud-Speicherplatz in Fülle? Für den Normalo? “Für besonders grosse Datenmengen wolle Google eine Gebühr verlangen”, ist bei Heise zu lesen. Für alle anderen Datenmengen offensichtlich nicht…

Die Ankündigungen von Google werden das gesamte Anbietergefüge beim Cloud-Speicherplatz in Bewegung bringen.

Top-Tools 2011

Unsere (subjektiven) Top-Tools 2011, verspätet “bilanziert”: Gegenüber 2010 hat sich, was unsere Präferenzen diesbezüglich betrifft, wenig geändert. LibreOffice löste bei uns OpenOffice ab. Inzwischen hat sich LibreOffice gut etabliert und prominente Unterstützer gefunden, z.B. Google. IBM hingegen scheint auf OpenOffice zu setzen, wird künftig vermutlich auf die Herausgabe von Lotus Symphony verzichten. Truecrypt ist unser Verschlüsselungsstandard geblieben. Ohne Mindmeister (Online) und Freemind (Offline) läuft bei unseren Entwicklungsprojekten (fast) nichts mehr. Bewährt auch XMindSlideshare ist ebenfalls für uns so etwas wie ein Klassiker geworden. Dass Twitter unser Gruppennotizbuch schlechthin ist, auch dies nichts Neues. Tweets archivieren wir neu mit Tweetbackup. Unterstützenswert schien uns 2011 Geraspora, ein Diaspora-Projekt (pod), zu sein. Kostenlosen Speicherplatz in der Cloud gibt es massenweise, Amazon (CloudDrive) ist ein Beispiel, HI-Drive ein anderes. GoogleDocs, ja, eine gute Sache auch Skydrive, mit 25 GB Kostenlosspreicher. Wenn es um Blogging geht, ist WordPress unverzichtbar, wobei 2011 die Weiterentwicklung von Blogger.com Aufmerksamkeit verdiente. Als Social-Media-Aggregator nutzen wir lifestream, ein WordPress-Plugin. Opengoo nennt sich neu Feng Office, ein OpenSource-Internet-Office. Durchgesetzt hat sich bei uns die Dropbox, andere vergleichbare Tools haben den harten Test des Alltags nicht bestanden…

Wullfende Politiker, euphorisierende Kampagnen

“Social-Media-Manager, ein Trendberuf”, lese ich gerade. Na ja, angesichts der Aufgaben, die auf die Branche zukommen, verständlich: Wer sonst sollte den medial inszenierten Rückbau des Politischen – in Zeiten euphorisierender Social-Media-Kampagnen – besser forcieren können, als der Social-Media-Manager :-)

Also nicht nur ein Trendberuf, sondern auch eine Schlüsselaufgabe? “Wulffende” Politiker übrigens gibt es stets genug, sie scheinen eine feste Grösse zu sein. Was wirklich zu überraschen vermag: Dass dies noch zu überraschen vermag.

Siehe in diesem Zusammenhang den ZEIT-Artikel: http://bit.ly/xaVrnl

Twitterer und das Unausgesprochene

Twitter ist gerade im Zusammenhang mit den revolutionären Bewegungen, welche aktuell Geschichte schreiben, nochmals populärer geworden. Rund 200 Millionen Twitter-Accounts gibt es zurzeit. Das Potenzial der gezielten Verbreitung von Nachrichten, welches via Twitter zu entfalten ist, beeindruckt. Gerade die aktuelle Sonntagspresse berichtet davon, z.B. die NZZ am Sonntag: Nachrichten, die aus einem Grund von offiziellen Stellen unterdrückt werden, sind für die Twitterer ein gefundenes Fressen. Beispiele zeigen dies.

Zu Twitter gibt es ungezählte Anwendungen, die den User unterstützen. Persönlich bevorzuge ich die “schlanke” Tools, wie zum Beispiel http://snapbird.org für die gezielte Suche oder http://tweetake.com für lokale Backups (in Standardformaten, für eine allfällige Weiterverarbeitung).

Social Web bei Jugendlichen und Kindern beliebt

Erstaunlich wie viele Kinder und Jugendliche über ein Profil bei einem Social-Web-Anbieter verfügen. Die Europäische Kommission gab eine entsprechende Europa-Studie in Auftrag. Danach verfügen bereits knapp 80 Prozent der 13- bis 16-Jährigen über ein Social-Web-Profil. Bei den 9- bis 12-Jährigen sind es noch knapp 40 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf die EU-Staaten. EU-Website: http://goo.gl/ZVAxW

Facebook. Aber nicht anwenden bitte.

Ganz eindeutig scheint sich die UBS doch nicht für Facebook entscheiden zu wollen. Jedenfalls könnte diesen Eindruck gewinnen, wer bei Google nach “Facebook und UBS” recherchiert. Einerseits steigt die UBS bei Facebook ein. Anderseits verbietet die Bank in einem anderen Zusammenhang Facebook. Facebook als Anlageoption, aber nicht für die Nutzung? Oder wie genau ist dies zu verstehen? http://twitpic.com/4vm3ap :-)

Mängel in AGBs

In der Montag-Ausgabe beschäftigte sich der Zürcher Tages-Anzeiger mit Internetplattformen, die in der Partnervermittlung tätig sind. Oft bestehen nach Einschätzung des Tages-Anzeigers Mängel bezüglich der AGBs. Zu einem solchen Schluss kam im Februar auch die Stiftung Warentest. Problematisiert wird teilweise die Art, wie sich Verträge automatisch verlängern. So kann der Titel des Artikels als Tipp verstanden werden: “Am besten das Abo sofort wieder kündigen”. Auf diese Weise würden keine Kündigungsfristen verpasst und eine Verlängerung ist auch später möglich.

http://www.tagesanzeiger.ch