Bubbl.us, Mindmeister.de, Creately.com und Gliffy.com: Mindmapping- bzw. FlowChart-Tools, die auch in einer kostenlosen Variante verfügbar sind. Bubbl und Mindmeister waren mir bekannt, die beiden anderen habe ich “frisch” entdeckt.
Archiv für den Monat January 2010
Nebelbomben über Twitterland
Kommentar von Reto Eugster
Mediengezwitscher nach dem Mediengetwitter. Im Rahmen des Zertifikatslehrgangs Medienpädagogik wurde Stefan M. Seydel (/SMS) eingeladen, an einem Mediengetwitter teilzunehmen. Bereits die Ankündigung seines Auftritts führte zu Diskussionen, war doch zuvor ein Artikel in der Wochenzeitung WOZ erschienen, der sich kritisch mit Seydels rebell.tv auseinandersetzte. Dadaismus, politische Chaostheorie, Selbstdarstellung, Medienwelt 2.0? Als was wohl könnte bezeichnet werden, was einem hier begegnet? An dieser einen Frage verdampft die Diskussion um rebell.tv seit Jahren. Dass die “Rebellen” aus dem “Kanton Säntis” diese Frage aufwendig und vor allem systematisch unbeantwortet lassen, vermag keine politische Aussage zu begründen, ist unergiebig im Hinblick auf künstlerische Inspiration und öffnet keinen Blick in eine neue Medienwelt. In der “Welt 1.0″ gibt es die Idee der Argumentation und den Anspruch, auf Kritik mit mehr zu reagieren als mit Nebelbomben. Der politische Diskurs ist auf die Bereitschaft zur Argumentation angewiesen und die Form des Diskurses ist Voraussetzung für die Demokratisierung von Gemeinwesen.
Und dann noch dies: Dass die Wochenzeitung den Soziologen Niklas Luhmann als linken Theoretiker bezeichnet, ist mindestens verwegen. (Habe ich das richtig gelesen?)
E-Society-Weblog eröffnet
Der Interdisziplinäre Forschungsbereich eSociety der FHS St.Gallen ist neu mit einem Weblog in der Social-Web-Welt präsent. Am eSociety-Schwerpunkt beteiligen sich verschiedene Institute der Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
Aneignung von virtuellem Raum
Die Fachzeitschrift des Verbandes Curaviva widmet die aktuelle Nummer (Januar) dem Themenschwerpunkt Soziotechnik. Zu Wort kommt auch die FHS St.Gallen, Reto Eugster (Blogautor medienpraxis.ch), in einem Interview. Susanne Wenger führt durch das Gespräch. Titel des Artikels: “Menschen im Alter können nicht mit moderner Technik umgehen? Ein Vorurteil!”
Im Gespräch wird deutlich, dass nach wie vor so etwas wie ein “digitaler Generationengraben” besteht. Zurzeit sind rund 96 Prozent der 14- bis 29-Jährigen online, bei den über 50-Jährigen sind es rund 40 Prozent. Bei der Generation “60plus” sinkt der Anteil schliesslich unter 30 Prozent. Während 80 Prozent der jüngeren Nutzer aktiv bei Webcommunities mittun, sind es lediglich rund 8 Prozent bei den ältern. Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Art der Internet-Nutzung. Video-Services beispielsweise sind nach wie vor im Fokus jüngerer Anwender. (Quelle: ARD/ZDF Onlinestudie 2009)
Viele Gründe sprechen dafür, dass das Internet gerade für ältere Menschen die Chancen gelingender Alltagsbewältigung verbessert. Eingeschränkte Mobilität, Vereinsamungstendenzen, erschwerter Informationszugang: Mittels Internet könnten solche Hemmnisse relativiert und Partizipationschancen verbessert werden. Dazu bedarf es allerdings eines Know-how-Transfers. Die älteren Menschen müssen dabei unterstützt werden, sich “virtuelle Räume” anzueigenen. Dieser Prozess ist zwar im Gange, er schreitet jedoch zögerlich voran. Die FHS St.Gallen versucht in der Moderationsrolle als Hochschule, diesen Prozess zu unterstützten.

Ausschnitt aus dem Zeitschriftenausschnitt, Curaviva
Foucault-Blog
Bin heute auf das Foucault-Blog gestossen. Einiges Material zu Foucault, eine Fundgrube, gehostet bei wordpress.com…
Open-Source-CMS ausgereift
Die deutsche Computerwoche skizziert in ihrer Online-Ausgabe aktuell typische Anwendungsfälle für Content-Management-Systeme aus dem Open-Source-Bereich. Nebst Drupal, Joomla und Typo 3 kommt auch WordPress in der Bewertung vor. Sobald beispielsweise bei einem Firmenauftritt auch Blog-Funktionalität gefragt ist, kommt WordPress in Frage. Immerhin bescheinigt die Computerwoche WordPress einen geringen Einarbeitungsaufwand. Weiter in der Computerwoche…
Warnung
Der Neujahrswarnung von Pixelfreund gibt es nichts beizufügen. Höchstens dies: “Wer mir nächstes Jahr einen Kalender schenkt, gleichgültig welcher Art…”
Ich hasse E-Mails
Bereits im Oktober 2005 erstmals erschienen – und nun aktueller denn je. Vorsätze für 2010? Böte die Regel von Donald Knuth Stoff für einen Vorsatz?
E-Mail (oder Email): ein Ding von gestern. Wie strapaziös doch das tägliche Spam-Management ist! Nur unverbesserliche Optimisten sprechen noch von Spam-Filterung. Noch schlimmer sind all die zahllosen Absender, die immer noch nicht begriffen haben, dass eine solches Ding nicht mehr als 333 Zeichen stark sein soll. Hinzu kommen Unverbesserliche, die via E-Mail all das mitteilen, was sie sich im direkten Gespräch nicht trauen würden.
Donald Knuth, das Informatik-Genie, hat diese Art von Problemen hinter sich gelassen, und zwar bereits zu einer Zeit, als man sich selber E-Mails zuschickte, um sich an ankommenden Meldungen erwärmen zu können: 1990. Knuth lebt seither in vollkommener E-Mail-Freiheit. So kann das NZZ Folio über ihn schreiben: “… Tag für Tag freut er sich, dass er seit 1990 keine E-Mail-Adresse mehr hat – nicht ohne andere auf seiner Website zu mahnen, sich doch endlich den Bindestrich zu schenken und Email zu schreiben. Wie viel Lebens- und damit Arbeitszeit das sparte!” Die schlechte Nachricht für die meisten von uns: Nur Genies scheinen sich die E-Mail-Freiheit heute leisten zu können. [Hinweis via Namics Blog]
Medienkompetenz und Web 2.0
Das Jahrbuch Medienpädagogik ist erschienen: Medienkompetenz und Web 2.0. Der hier bekannte Jan Schmidt (Medientagung 07 usw.) hat – in einem Autoren-Team – den Beitrag “Nutzungspraktiken im Social Web – Impulse für die medienpädagogische Diskussion” beigesteuert. Eine Empfehlung…
Zuhören im wissenschaftlichen Kontext
Gabi Reinmann, Institut für Medien und Bildungstechnologie Uni Augsburg, bietet einen aufschlussreichen, anregenden und instruktiven Artikel zum Thema “iTunes statt Hörsaal? Gedanken zur mündlichen Weitergabe von wissenschaftlichem Wissen” an (PDF).
XMind in neuer Version
Die Open-Source-Software XMind, welche der Erstellung von Infomaps dient, ist in der Version 3.1.1 verfügbar. Neu gibt es beispielsweise eine Brainstorming-Funktion oder eine vereinfachte Design-Anpassung. Verbessert ist auch die Suchfunktion. XMind ist zudem in einer Pro-Version verfügbar (kostenpflichtig).
Korrekte Mail-Archivierung
Bitkom hat einen Leitfaden zur E-Mail-Archivierung veröffentlicht. Der Leitfaden basiert auf deutschem Recht. Er bezieht rechtlich-regulatorische Kriterien ebenso ein wie technische. Auch für Schweizer Verhältnisse ist das Dokument interessant, zumal die Anforderungen an die dauerhafte Mail-Speicherung weiterhin an Bedeutung gewinnen werden.