“Landkarten” des Denkens

Nebst Mind Maps (Stichwort Freemind) haben sich Concept Maps zur Strukturierung von (komplexen) Inhalten bzw. Begriffen in letzter Zeit durchgesetzt. Dabei fällt auf, dass hierzulande vor allem die Software CmapTool bekannt ist. Dies mag daran liegen, dass die ETH diese Software via ELBA zur Verfügung stellt. Aktuelle Version von CmapTool ist 4.10. Lauffähig ist das Tool unter Linux, Macintosh und Windows. Allerdings umfasst die in Java geschriebene Software knappe 60 MB. Was ist der zentrale Unterschied zwischen Mindmapping und Conceptmapping? Beim Mindmapping wird von einem Kernpunkt ausgegangen, der schliesslich um Verzweigungen (Äste) erweitert wird. Beim Concept Mapping können unterschiedliche Startpunkte gleichzeitig definiert werden. Vor allem die Verbindungen zwischen den Objekten steht im Mittelpunkt. O-Ton der ETH:

“Mit einer Concept Map können Beziehungen zwischen Begriffen grafisch dargestellt werden. Somit können mit einer Concept Map Prozesse oder Konzepte visualisiert werden. ELBA bietet die gratis erhältliche und einfach zu bedienende Concept Mapping-Applikation CmapTools an, welche vom Institute of Human and Machine Cognition (IHMC) der University of West Florida (USA) entwickelt wurde.”

Ein perfekter Service der ETH. Das muss wieder mal gesagt werden!

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Ungemütliche Safari?

Kaum verfügbar, schon wird vor der Beta-Version von Safari für Windows gewarnt. Futurzone zitiert den Programmierer Thor Larholm, der in seinem Blog von Sicherheitslücken spricht, die schwerwiegend sein sollen. Bedenken gibt es offenbar auch bezüglich des Speichermanagements. Was offensichtlich ist: Wesentlicher Code wird in Safari-Beta noch gar nicht dargestellt, wie man selber testen kann – zum Beispiel mit www.nzz.ch – oder von Perun erläutert kriegt. User haben sich in letzter Zeit daran gewöhnt, dass Beta bedeutet: “eigentlich lauffäig”. Möglicherweise wird hier “Beta” anders interpretiert. Denn ein Browser, der schwerwiegende Darstellungsfehler zeigt, ist als “Grobentwurf” einzuschätzen, finde ich. Positiv fällt auf, wie rasch der Bildaufbau vonstatten geht. Safari bietet bereits in dieser Version Geschwindigkeitsvorteile.

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Kurz & bündig

- Flickr – den Foto-Sharing-Service von Yahoo – gibt es neu deutschsprachig.
- Die Open-Source-Suite OpenOffice ist bei der Version 2.2.1. angekommen.
- PDF-Magazin für Blogger und Podcaster erschienen: Thema “Abgemahnt”.

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Safari für Windows

Apple wird mit dem Browser Safari in den Windows-Markt eindringen. Eine Beta-Version (3) steht bereits zum Download bereit. Inwieweit dieser “Angriff” den Markt mittelfristig beeinflussen kann, ist eine offene Frage. Zurzeit fokussiert sich die Auseinandersetzung auf die Achse Internet Explorer vs. Firefox.

Falls das Wünschen wieder hilft

Wie der BITKOM, der deutsche Bundesverband der Informationswirtschaft, in einem aktuellen Bericht festhält, boomt das Geschäft mit den Online-Singlebörsen, das Geschäft mit den grossen Wünschen, in erstaunlichem Ausmass. 6.2 Millionen Deutsche haben im ersten Quartal dieses Jahres Kontaktplattformen besucht. Mehr als 65 Millionen Euro wurden in diesem Marktsegment im Internet umgesetzt. Damit ist dieser Markt bedeutender als der Markt für Musik-Downloads, hält BITKOM fest. Das Internet stiftet Kontakte, nicht nur “Liebeskontakte”. Und das Potenzial des Netzes der Netze kommt vermutlich im Begriff des Sociel Web am besten zum Ausdruck.

Beispiele von Kontaktplattformen (ohne Wertung)
- Elitepartner
- Parship
- Meetic

Falls das Wünschen wieder hilft…

Institutsblog gestartet

Das Institut für Soziale Arbeit IFSA der FHS St. Gallen hat in der vergangenen Woche das Institutblog nun auch “offiziell” gestartet: www.ifsa.ch. Zuvor wurde ausgiebig geprobt und getestet. Die Themen ergeben sich aus den Schwerpunkten des Instituts: Forschung, Weiterbildung und Consulting, Schwerpunkt Sozialwesen. Perun hat das Layout gestaltet, die Bloggerin und Podcasterin Sara Bühlmann wird das Institut bei der Realisierung des Projektes unterstützen.

Die Bahn blokt!

Der “allererste” Bahn-”Bloker der Schweiz” heisst Bruno Lämmli, wie nun via SBB, den Schweizerischen Bundesbahnen, zu erfahren ist. Lokomativführer Lämmli ist für die Web-Engagierten Bähnler kein Unbekannter. Er bietet unter www.lokifahrer.ch bereits seit Jahren gut aufbereitete Informationen für Bahninteressierte und “Loki-Verrückte” an. Das neue Event-Blog zur Messe transport logistic 2007 wird von der Bahn – von SBB Cargo – gesponsert. Cargo-Blog nennt sich das neue Angebot.

Wer nun denkt, in einem solchen Blog sei Brisanz kaum erzeugbar, der täuscht sich gewaltig. Spätestens bei folgender Textstelle freue ich mich über die Leichtfüssigkeit, mit der hier provoziert wird (am 4.6.2007):

“Wenn ein Flugzeug in der Luft ist, dann kann es relativ ungestört fliegen. Wenn einer unserer Züge den Bahnhof verlässt, dann fangen für uns die Herausforderungen erst an. Denn die Bahntransporte sind allen möglichen Unwägbarkeiten ausgesetzt: Dazu gehören Einwirkungen der Natur, wie Stürme und Gewitter, aber auch Weichenstörungen oder Unfälle.

Aha!

Da Flugzeuge über den Stürmen fliegen, Flugstrassen wenig beflogen und Flugunfälle inexistent sind, kann es so kompliziert wohl nicht sein, einige Tonnen am Himmel zu bewegen. Ist das nun wieder dieser altbewährte Bähnler-Humor?

Oder sind die Überlegungen des Bahn-”Blokers” am Ende doch nachvollziehbar: Wenn ich unterwegs bin, habe ich nicht selten das Gefühl, die Fliegerei sei technologisch gesehen eine simple Sache, jedenfalls im Vergleich zur Herausforderung, Züge in Gang zu setzen. Unter vernünftigem Kostenaufwand.

50 Tage ohne

Ein Beispiel für ein Kampagnen-Blog ist das Projekt von Martin Gebert. Er zelebriert in seinem Weblog den Weg in die “Rauchfreiheit” – und gerde erst gab es ein Jubiläum zu feiern: 50 Jahre ohne. Damit wir auch mitleiden können, wird täglich angezeigt, wie stark sein Verlangen nach dem Dunst der Dünste ist. Lernen wir auch etwas über eigene Entwöhnungsversuche? Im Prinzip ja.

Movable Type: Open-Source-Projekt

Von Movable Type, einst das Mass der Dinge, wenn es um Weblog-Software ging, wird es eine Open-Source-Version geben. Das Project MTOS wurde nun gestartet, soll die kommerzielle Version jedoch nicht überflüssig machen. Wie genau sich die Versionen unterscheiden werden, ist mir noch unklar. Parallel zu dieser Entwicklung gibt es nun einen Beta-Test für die neue Movable-Type-Version. Die Community ist zum Testen aufgerufen.

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Berichte vom Zaun

Nachrichten vom Zaun: Spreeblick hat ein Blog eingerichtet – Name: G8 – , bei dem Privatpersonen direkt aus dem Demo-Geschehen berichten können, zum Beispiel via SMS. Für die Blogwelt ein interessanes Experiment. Der Stand der Entwicklung zeigt: Mit solchen Formaten werden die Diskrepanzen zwischen journalistischen Sichtweisen einerseits und Involvierten-Perspektiven anderseits sichtbarer als je zuvor. Genau aus dieser Diskrepanz lassen sich neue Informationen gewinnen. Inwiefern es hier sinnvoll ist, von “Bürgerjournalismus” zu sprechen, ist offen. Aber vermutlich ist es nicht ergiebig, bei definitorischen Nuancen zu verweilen. Spreeblick behält sich übrigens das Recht vor, Beiträge zu löschen, wenn sie rechtlich bedenklich sind.