Familien-Communities scheinen der Knüller der Saison 07 zu werden. Jedenfalls bekommt diesen Eindruck, wer aktuell den Artikel Opa 2.0 bei Spiegel Online liest. Web-Plattformen bieten die Möglichkeit, Familiengeschichte(n) zu schreiben, Stammbäume zu erstellen, Verwandtschaften zu klären usw. Verwandt.de ist beispielsweise eine solche Plattform. Grossfamilien finden hier bestimmt eine wirkungsvolles Tool, um sich die Orientierung durch den Verwandtschaftsdschungel zu sichern.
Das Morgenmagazin strahlt die Serie “Kinderreporter” aus. Kinder fragen Politiker. Jüngst ging es um das Internet. Nutzen Politiker das Internet? Nein, diese Frage ist nicht überflüssig. Ein Teil der befragten Politiker nutzt das Internet nicht wirklich. Es handelt sich dabei um namhafte Bundespolitiker. Speziell an ihren Antworten ist der teilweise süffisant wirkende Ton, mit der sie antworten: “In das Intenet bin ich – glaube ich – ein oder zweimal gegangen.”
Zum Morgenmagazin… (Sevenload)
Sunbird, der Open-Source-Kalender, ist in der Version 0.5 verfügbar. Wichtige Neuerung ist das Zusammenspiel mit dem Google-Kalender.
Martin Geiger, Jahrgang 1968, ist Coach – und offensichtlich ein engagierter und erfolgreicher. Vor rund zwei Jahren wurde er mit der Diagnose MS konfrontiert. Die unheilbare Krankheit hat ihn nicht “gebrochen”. Er hat nach neuen Wegen gesucht, seine Kompetenzen weiter zu geben. Heute favorisiert er die Telefonberatung, das Telefon-Coaching. Und: Geiger führt seit rund zwei Monaten ein Weblog: MS als Chance.
Futurzone berichtet vom neu erschienenen Linux für Kinder. Die österreichische JUX-Distribution bedient damit Vorschulkinder, nachdem eine Version für Jugendliche bereits erhältlich ist. Zur Futurezone…
Wie der Entwickler-Mailingliste zu entnehmen ist, soll in den nächsten Tagen die zehnte Beta-Version von Freemind 0.9 erscheinen. Freemind ist ein frei (kostenlos) verfügbares Tool zur Erstellung von Mindmaps. Es ist plattformübergreifend nutzbar. Der Sprung von 0.8 zu 0.9 ist zahlenmässig kein grosser. Tatsächlich wird die neue Freemind-Version zahlreiche wichtige Neuerungen enthalten, beispielsweise die Möglichkeit, Filter zu setzen. Damit können auch einzelne Bereiche eines Maps ausgedruckt werden. Wann die Version 1.0 erscheint, ist zurzeit noch unklar.
Google nimmt klar Stellung. Die deutsche Regierung ist zurzeit daran, ein Gesetz zu forcieren, dass die Internet-Überwachung vereinfachen soll. Nun lässt sich Google dazu vernehmen: Falls dieses Gesetz Wirklichkeit werde, überlege sich Google, seinen Mail-Dienst in Deutschland abzuschalten. Es entspreche dem Prinzip von Google, die Anonymität von Mail-Usern zu schützen.
Allerdings bezweifle ich, ob diese Erklärung von Goolge die politischen Machtverhältnisse in Deutschland beeinflussen wird. Im Zuge des Anti-Terror-Impulses scheint es auf “Feinfühligkeit” bei staatlichen Zugriffen auf die Privatsphäre nicht mehr anzukommen.
Der Ostschweizer Künstler H. R. Fricker nutzt das Internet für sein Projekt der besonderen Art: Place of Places:
“Ich verkaufe emaillierte 30×30cm grosse metallschilder und dokumentiere die standorte mittels zugesandter fotos. je 16 orte und 16 farbvarianten bilden den grundstock eines sprachblocks (aktuell englisch und deutsch). jeder sprachblock besteht aus 256 unikaten.”
Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung haben Steffen Range und Roland Schweins eine Studie vorgelegt. Titel: Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet – Wie das Web den Journalismus verändert (PDF). In der Studie hinterfragen die beiden Autoren die Art, wie Erfolg beim Online-Journalismus gemessen wird. Sie kommen zudem zum Schluss, dass auf der Basis des Online-Journalismus nichts entstanden sei, was als neues journalistisches Format gesehen werden könne. O-Ton:
“Tatsächlich hat der Online-Journalismus, von wenigen Leuchtturmprojekten wie der Reisereportage km42 auf Spiegel Online abgesehen, die Publizistik weder um neue Gattungen und Erzählformen bereichert noch einen neuen Typus von Journalist hervorgebracht. Auch das Schreiben von Weblogs kann kaum als neues Format, sondern eher als Verzicht auf journalistische Stilformen angesehen werden.”
Erschwert wird die Situation nach Meinung der Autoren für den Online-Journalismus dadurch, dass
“von Laien betriebene Vor- und Scheinformen von Journalismus in Gestalt sozialer Netzwerke und Weblogs [...] sich als Bedrohung für den redaktionell betriebenen Journalismus”
erweisen. Das Fazit der Gutachter ist eindeutig und pointiert vorgetragen. Es lohnt sich, das 61 starke Papier zu studieren, auch dann, wenn man mit den Grundannahmen von Range und Schweins nicht übereinstimmt.
Für das “informelle” Freemind-Seminar von diesem Wochenende habe ich eine Map erstellt, die in das Thema einführt: Arbeiten mit Freemind (jpg). Freemind ist eine plattformübergreifende Open-Source-Software, mit der Mindmaps erstellt werden können. Die Dateien werden in einem offenen Format gespeichert (XML). Freemind fokussiert die Kernfunktionen des Mindmappings.
Cooles Tool, entdeckt an einem heissen Tag. Mit WikiMindMap lassen sich Wikipedia-Stichworte in Maps umwandeln, und zwar sehr elegant und umstandslos. Ich habe das mit dem Stichwort “Rheintal” durchgespielt. Voila!
Problem Based Learning meets Web 2.0: Unter diesem Titel findet an der Microlearning in Innsbruck (ab Donnerstag) ein Workshop statt, den unser Kollege Martin Hofmann von der Pädagogischen Hochschule Rorschach gestaltet.
Nebst Mind Maps (Stichwort Freemind) haben sich Concept Maps zur Strukturierung von (komplexen) Inhalten bzw. Begriffen in letzter Zeit durchgesetzt. Dabei fällt auf, dass hierzulande vor allem die Software CmapTool bekannt ist. Dies mag daran liegen, dass die ETH diese Software via ELBA zur Verfügung stellt. Aktuelle Version von CmapTool ist 4.10. Lauffähig ist das Tool unter Linux, Macintosh und Windows. Allerdings umfasst die in Java geschriebene Software knappe 60 MB. Was ist der zentrale Unterschied zwischen Mindmapping und Conceptmapping? Beim Mindmapping wird von einem Kernpunkt ausgegangen, der schliesslich um Verzweigungen (Äste) erweitert wird. Beim Concept Mapping können unterschiedliche Startpunkte gleichzeitig definiert werden. Vor allem die Verbindungen zwischen den Objekten steht im Mittelpunkt. O-Ton der ETH:
“Mit einer Concept Map können Beziehungen zwischen Begriffen grafisch dargestellt werden. Somit können mit einer Concept Map Prozesse oder Konzepte visualisiert werden. ELBA bietet die gratis erhältliche und einfach zu bedienende Concept Mapping-Applikation CmapTools an, welche vom Institute of Human and Machine Cognition (IHMC) der University of West Florida (USA) entwickelt wurde.”
Ein perfekter Service der ETH. Das muss wieder mal gesagt werden!
Die Freemind-Community diskutiert, welches Logo schliesslich für die Version 1.0 “leuchten” soll. Die Vorschläge können gesichtet werden. Eine Schmetterling-Symbolik scheint sich durchzusetzen… (Freemind bei Wikipedia)
Kaum verfügbar, schon wird vor der Beta-Version von Safari für Windows gewarnt. Futurzone zitiert den Programmierer Thor Larholm, der in seinem Blog von Sicherheitslücken spricht, die schwerwiegend sein sollen. Bedenken gibt es offenbar auch bezüglich des Speichermanagements. Was offensichtlich ist: Wesentlicher Code wird in Safari-Beta noch gar nicht dargestellt, wie man selber testen kann – zum Beispiel mit www.nzz.ch – oder von Perun erläutert kriegt. User haben sich in letzter Zeit daran gewöhnt, dass Beta bedeutet: “eigentlich lauffäig”. Möglicherweise wird hier “Beta” anders interpretiert. Denn ein Browser, der schwerwiegende Darstellungsfehler zeigt, ist als “Grobentwurf” einzuschätzen, finde ich. Positiv fällt auf, wie rasch der Bildaufbau vonstatten geht. Safari bietet bereits in dieser Version Geschwindigkeitsvorteile.
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