Googles Psychologie

Nun treibt Google den Datenschutzsensiblen dieser Welt wieder einmal den puren Schweiss auf die Stirn: Google reicht gerade ein Patent für eine Methode ein, mit der sich “psychologische Profile von Millionen Menschen” (Heise) erzeugen lassen. Dass das Online-Verhalten einiges über Person und Persönlichkeit des Users aussagt, ist klar. Dass damit “Psychologie” betrieben werden kann, ist ebenfalls nachvollziehbar. Und Google verfügt über die “richtigen” Informationen, um systematisch und breit entsprechende Methoden zu testen. Wissenschaftlich gesehen bleiben doch viele Fragen offen. Nicht alles, was nach einem psychologischen Test aussieht, sagt viel über den Testkandidaten aus. Oft wird mit solchen Verfahren mehr über die Psychologie selbst ausgesagt. (Quelle: Heise)

Fehlentscheidungen – und die Folgen

Zahlreiche Verlage – auch namhafte – leiden im Online-Geschäft unter den Folgen strategischen Fehlentscheidungen

Technologie und Kultur: Beides beeinflusst sich gegenseitig. Eine Erkenntnis, die nicht neu ist. Dass Verlagshäuser oft von einer Unternehmenskultur geprägt sind, die sich zurzeit des Buchdrucks entwickelt hat, vermag ebenfalls nicht zu überraschen. Jedenfalls erklärt dies, weshalb Verlage just in der Zeit, als das Internet an Bedeutung gewann, ihre Online-Projekte finanziell beschnitten. Das dies ein grober strategischer Fehler war, hat sich in den Verlagshäusern mittlerweile herum gesprochen. Spiegel Online hingegen hat sich insgesamt kontinuierlich entwickelt und ist früh – 1994 – eingestigen. Das Ergebnis lässt sich sehen. Zwölf Millionen Seitenaufrufen pro Tag kann Spiegel Online verbuchen, wie Heise berichtet. Damit hat Spiegel Online eine Leitfunktion übernommen.

Musikvideos bei last.fm

Last.fm, Web-2.0-Musikradio, erweitert sein Wirkungsfeld. Künfitig wird nicht nur die Personalisierung des Services voran getrieben, sondern auch eine Erweiterung auf Musik-Videos ist in die Wege geleitet.

Stellvertretend Berlin beobachtet

Wenn wir schon beim Grimme-Online-Award sind: Vom Konzept her hat mich WatchBerlin überzeugt. Eine spannende Art, sich mit einem Sozialraum, seinem Lebensraum, zu beschäftigen. Zugegeben, das aktuell aufgeschaltete Wort zum Samstag – es geht um nichts wengier als Hass - verstehe ich als Karikatur aller Worte zum Samstag und aller Worte zum Sonntag zugleich. Ein Genre, das einem ganz schön auf den Wecker gehen kann…

Politikbegleitung

Unter den im Rahmen des Grimme-Online-Award in drei Kategorien nominierten Websites finde ich das Abgeordnetenwatch besonders bemerkenswert. Der Name ist Programm: Politikerinnen und Politiker werden bei ihrer Arbeit kritisch begleitet. Das Ergebnis der systematischen Beobachtungen wird im Web veröffentlicht. Insgesamt wurden 20 Webseiten nomminiert.

Entfesseltes Messaging

Wenn wir schon mal beim Thema Messaging sind:

“Meebo.com is a website for instant messaging from absolutely anywhere. Whether you’re at home, on campus, at work, or traveling foreign lands, hop over to meebo.com on any computer to access all of your buddies (on AIM, Yahoo!, MSN, Google Talk, ICQ and Jabber) and chat with them, no downloads or installs required, for free!”

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Mehr Internet – mehr Partizipation?

Ostschweizer Medientagung 2007

Am 30. Mai 2007 findet die Ostschweizer Medientagung statt: Mehr Internet – mehr Partizipation? Wir berichteten bereits über den bevorstehenden Anlass, den FHS St. Gallen, Pädagogische Hochschule Rorschach und Namics veranstalten. Nun ist der Flyer im Netz verfügbar. Zwischenstand: Es sind bereits knapp 80 Personen angemeldet.

Von der Tagung übrigens wird die Ostschweizer Podcast-Journalistin Sara Bühlmann berichten.

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Webmail-Offensive

Nach GMX hat nun auch Microsoft den Webmail-Service Hotmail grundlegend erneuert. Zur Verfügung steht eine AJAX-basierte Nutzungsoberfläche, die insgesamt neu gestaltet wurde. In die Lösung integriert sind auch Live Messenger und Live Calender. Klar ist: Die Offensiven von GMX und Microsoft sind als Antwort auf Googles fortwährende Expansion zu sehen.

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Messenger-Lösungen: deutliche Trends

Google Talk bringt Bewegung in die Messenger-Szene. Da nun GoogleMail-Accounts ohne Einladung von allen erstellt werden können, vergrössert sich das Marktvolumen von GoogleTalk rasant. Mail- und Talk-Lösung sind bei Google, wie auch bei Mitbewerbern wie Yahoo, ineinander verschränkt: Mehr Mail-Accounts bedeutet mehr Talk.

Inzwischen sind Yahoo- und die MSN-Massenger-Lösung weitgehend zusammen gewachsen. Wichtiger aber noch ist Jabber, eine offene Lösung, die auf dem freien Standard-Protokoll XMPP (in XML) beruht und schon länger existiert. Google Talk, das ist die erfreuliche Nachricht, beruht auf Jabber. Dies bedeutet, es können verschiedene Clients für das GoogleTalking genutzt werden, sofern sie Jabber-basiert sind. Abgesehen davon kann GoogleTalk auch ohne die Installation eines Clients – vollkommen webbasiert – funktionieren, was gerade auf Reisen grosse Vorteile hat.

Da zudem auch das Webtelefonieren via GoogleTalk möglich ist, dürfte mittelfristig der Webtelefonie-Markt von der Talk-Entwicklung betroffen sein. Es ist zu vermuten, dass die Gründe, beispielsweise GoogleTalk und Skype parallel zu installieren, an Bedeutung verlieren werden…

Update: Wenn mich nicht alles täuscht, braucht es für die Nutzung der Funktion Voicemail die neuere, englischsprachige Version. Mit Vociemail lassen sich Sprachmitteilungen als MP3-Dateien verschicken.

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Mangel an Freiheit?

In diesen Tagen ist viel über das Projekt einer Open-Source-Suchmaschine zu lesen. Das Projekt hört auf den Namen WikiaSearch. Jimmy Wales wird im Zuammenhang mit diesem Vorhaben gerne zitiert – und wer nun glaubt, es gehe um eine neue Suchtechnologie oder -konzeption, der irrt sich. Es geht um mehr: Es geht um eine Revolution, wie bei den Initianten zu lesen ist. Ideologien prägen die Webszenen, das ist keine originelle Feststellung: Aber hier wird doch etwas (zu) dick aufgetragen. Im O-Ton:

“Das Recherchieren von Informationen ist eine grundlegende Technologie des Internets. Leider sind Recherchen aber derzeit nur mit Einschränkungen möglich. Warum gibt es diese Einschränkungen? Es gibt sie aus den gleichen Gründen, die wir auch bei proprietärer Software vorfinden: Mangel an Freiheit, Mangel an gemeinschaftlicher Arbeit, Mangel an Verantwortung, Mangel an Transparenz.”

Oder:

“So wie die Wikipedia unser Denken über Wissen und Enzyklopädien revolutioniert hat, haben wir nunmehr die Chance, unser Denken bezüglich der Suche nach Informationen zu revolutionieren.”

An der grossen Geste jedenfalls mangelt es den WikiSearchern nicht. Tipp: Revolutionsbegriff bei Wikipedia konsultieren. Siehe auch Edublog-PHR