Die Bedeutung der Mikroformate

Zum hier lancierten Thema “Web 3.0″ passt die Site des bekannten Buchautors Michael Jendryschik: Es geht um Mikroformate oder genauer: Es geht darum, (X)HTML-Sites mit zusätzlichen Informationen auszuzeichnen, so dass die Bedeutung von Inhalten mit kommuniziert werden kann. Mikroformate gibt es gemäss Jendryschik bereits zur

“Auszeichnung von Veranstaltungen, Kontaktinformationen, sozialen Beziehungen, Lizenzbestimmungen, Lesezeichen und vieles mehr.”

Unter mikroformate.de findet sich eine aufschlussreiche Präsentation zu Fragen rund um diese Möglichkeit, Bedeutungszusammenhänge im Web zu definieren.

[via Superdeluxe]

Web 3.0 andenken

[Mike] Entwicklungen hin zum Web 3.0 sind im Gange, auch wenn wir zurzeit gerade dabei sind, uns im Web 2.0 zu beheimaten. Das österreichische NEWS beschreibt das Web 2.0 als “Mitmach-Internet”. Die neue Entwicklung wird zu einem Internet führen, in dem neue Bedeutungs- und Sinnräume entstehen. Nun geht es darum, das Web zum semantisches Netz umzubauen. Die jetzige Struktur des Internets ist technikgetrieben zustande gekommen. Das Web 3.0 wird eine Welt sein, die in die Bedeutungszusammenhänge unseres Alltas integriert ist. Die einzelnen Websites werden ihre Bedeutung im Zusammenhang erhalten, in dem sie stehen. Man wird sich weniger von Seite zu Seite, als vielmehr innerhalb von Bedeutungszusammenhängen bewegen. Wann das alles soweit sein wird? Ob es in dieser Art kommen wird? Ich bin gespannt…

Weiblich, gebildet, online

Prägnanter als es Heinrich Vaske im Weblog der Computerwoche tut, kann man die aktuelle Studie von Forrester Research zum Thema Weblogs in Europs nicht zusammenfassen:

“Der typische Betreiber eines Weblogs ist … weiblich (57 Prozent), hat eine höhere Ausbildung (47 Prozent), geht jeden Tag online (78 Prozent), verbringt wöchentlich 16 Stunden im Netz — worunter TV- und Printmedien-Konsum leiden — und ist ein Technology Optimist (was immer das bedeuten mag).”

Nicht zum ersten Mal zeigen Studien, dass der Frauenanteil unter der bloggenden Bevölkerung Europas hoch ist. Interessant wäre nun die Nachfrage, ob und allenfalls wie sich die Themenschwerpunkte mit dem steigenden Frauenanteil verändert haben.

Wiki-Hosting

Mehr als 100 000 Wikis werden inzwischen beim Wiki-Hoster PBWiki gehostet. An den Start gegangen ist der Service im Juni 2005, ins Leben gerufen von drei Standford-Studenten. Das Einrichten eines eigenen Wikis ist simpel. Zudem ist eine Steuerung des Layouts über CSS möglich, RSS-Feeds sind generierbar und die Wikis können öffentlich oder privat geführt werden. PBWiki richtet sich unter anderem an den Bildungsbereich. Kurzum: eine interessante Möglichkeit des Wiki-Einsatzes.

Zum Thema Wiki-Hosting passt auch der Verweis auf das ETH-Elbanet. Dort haben Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, Wikis zu betreiben. Die Liste der Nutzerinnen und Nutzer ist mittlerweile lang und prominent. Es gehören die Pädagogische Hochschule Rorschach ebenso dazu wie die Universität Zürich, wobei natürlich vor allem die Nutzung innerhalb von ETH und Uni Zürich im Vordergrund steht.

Verwaltungen als Treiber

Bei Fraunhofer gibt es eine Trendstudie mit dem Titel Open Source Software: Strukturwandel oder Strohfeuer zum Downloaden (PDF-Format, 56 Seiten). Die empirische Studie zeichnet Trends zum Einsatz von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung sowie in IT-Unternehmen auf. O-Ton:

“Für rund 59 Prozent [der untersuchten Organisationen] ist die Umstellung auf Open-Source-basierte Anwendungen Teil einer mittel- oder langfristigen IT-Gesamtstrategie.”

“Die öffentlichen Verwaltungen sind Treiber für den Einsatz von Open-Source-Lösungen. Anhaltende Veränderungen und Umstrukturierungen im Bereich der öffentlichen Einrichtungen werden auch für die nächsten Jahre zu entsprechenden IT-Projekten führen.”

Photomatt neu gestaltet

Matt Mullenweg ist der Mann hinter dem Quasi-Standard WordPress. Aktuell hat er sein Blog Photomatt, das stark seinem Interesse an der Fotografie gewidmet ist, umgestaltet. Gelungen? Mir persönlich gefällt es nicht. (Ich wäre rasch fertig mit Aufzählen, wenn ich sagen würde, was mir überhaupt zusagt an dieser Gestaltung.) Vor allem stören mich die Dominanz des Headers und die Gestaltung der Zitate bzw. der Einzüge.

FTP auf die feurige Art

Für den Opensource-Browser Firefox gibt es ungezählte Erweiterungen. Zur Sorte der nützlichen Plugins gehört FireFTP. Damit lässt sich ein einfacher FTP-Client direkt in den Browser einbinden. FireFTP wiegt nur gerade 100 KB. Das Tool ist erst in einer Vorversion erhältlich, erweist jedoch schon in der Beta-Ausgabe gute Dienste.

Veröffentlicht unter Tools

Preis geht nach Israel

Letter from Rungholt ist von der Deutschen Welle als bestes deutschsprachiges Blog ausgezeichnet worden. Es handelt sich um ein Blog aus Israel. Lila, die Bloggern hinter Letter from Rungholt, wurde in Deutschland geboren und lebt heute in einem Kibbuz in Israel. Sie schreibt:

“Dies ist ein persönliches Weblog, und wenn die Probleme des Nahen Ostens immer wieder auftauchen, dann aus meiner ganz persönlichen Perspektive.”

Dies ist die Stärke dieses bemerkenswerten Blogs: Zu erleben gibt es eine engagierte Betroffenen-Perspektive. Und das ist im besten Sinne das, was Blogs leisten können.

Zum Bericht über die Preisverleihung bei Heise

Dramatische Sicherheitsprobleme?

72 Prozent der befragten Firmen in der Schweiz haben 2005 mindestens ein sicherheitsrelevantes Problem in der Informatik erlebt. Dies zeigt eine Studie der ETH Zürich. Viren, Würmer, Trojaner wurden dabei am häufigsten genannt. Immerhin bringt es der gewöhnliche Diebstahl von Geräten auf Platz drei (Spyware auf Platz zwei). Dem gegenüber kommt Hacking selten vor. Insgesamt kommt ein Hauptteil der Bedrohung durch die Mitarbeiter selbst bzw. durch deren Verhalten zustande. Die Schlagzeilen, die auf die Studie hinweisen, liessen dramatische Sicherheitsmängel in Schweizer Firmen vermuten. Je genauer die Studie aber studiert wird, umso stärker relativiert sich dieser erste Eindruck. Die Studie kann als PDF-Datei (58 Seiten) bezogen werden.

Traumblog aus der Ostschweiz

Zum Wochenende – traditionsgemäss – unser Blog-Tipp: Bernhard Brack-Zahner, Sozialarbeiter und Literat, sowie Andreas Lenherr, Inhaber eines Handwerkbetriebs, betreiben seit rund einem halben Jahr das Traumblog.

“Seit Jahren sammeln wir Träume, ähnlich dem kleinen König Dezember im gleichnamigen Märchen, dessen Körper und Wohnung immer kleiner werden, während die Schachtel mit seinen Träumen immer mehr an Bedeutung gewinnt.”

Die beiden Blog-Autoren lassen sich Träume erzählen, die sie dann deutungsfrei im Blog veröffentlichen. Auf diese Weise wollen sich die beiden Ostschweizer der “Wirklichkeit der Seele” nähern. Ein spannendes Unterfangen.