Die Blogszene insgesamt kann den Erfolg einer Marke beeinflussen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des renommierten Marktforschungsinstituts Forrester. Allerdings zeigt die Studie auf, dass es weniger Blog-Einzelaktivitäten sind, die entscheidend sind. Ausschlaggebend ist die Dynamik insgesamt, die über Blog-”Kampagnen” entstehen kann. Diese Prozesse sind wenig transparent und gewinnen, einmal in Gang gekommen, rasch eine Eigendynamik. Auch ist der Einfluss der Blogszene je nach Weltgegend unterschiedlich. Insgesamt kann aufgrund des aktuellen Wissensstandes angenommen werden, dass sich in den deutschsprachigen Ländern, und besonders in der Schweiz und in Oesterreich, der Einfluss der Blogszene in Grenzen hält. Dies ist im Gegensatz zu Frankreich oder den USA zu sehen.
Archiv für den Monat November 2006
Medienpädagogik in der Ostschweiz
Gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Rorschach bietet die FHS St. Gallen, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften, ab Herbst 2007 einen Zertifikatslehrgang Medienpädagogik an. Zur Zielgruppe gehören Lehrer und Lehrerinnen ebenso wie Fachleute der Sozialen Arbeit (Soziokultur, Sozialpädagogik, Sozialarbeit). Der Lehrgang kann berufsbegleitend absolviert werden, er umfasst rund 200 Lektionen. Veranstaltungsort ist Rorschach, die Leitung haben Selina Ingold und Martin Hofmann inne. Weitere Infos..
WordPress.com auf dem Vormarsch
WordPress.com überschreitet die 500.000er-Grenze: Eine halbe Million Weblogs sind mittlerweile beim WordPress-Anbieter gehostet. Ein Hosting über WordPress.com bietet von Vorteil, dass bei einer Umstellung auf eine Eigeninstallation das bis dann erworbene Know how weiter genutzt werden kann.
Weblog-Seminar in St. Gallen
Studierende der FHS St. Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, nach dem Wahlpflichtseminar heute befragt: Können Sie sich vorstellen, Weblogs vermehrt zu nutzen oder selber ein Weblog zu betrieben? Aussagen…
[audio:http://medienpraxis.ch/audio/wahlpflicht6.mp3]
Brauchen wir Skandale?
Die Frage ist bei Robert Basic in seinem Artikel Top-Liste der Blog-Skandale nicht explizit gestellt, aber sie steht im Raum: Braucht ein “funktionierendes” Blog Skandale? Und falls ja: Sind nun doch wieder die Recherche-Journalisten gefragt, die genau darin geübt sind, im Aufdecken und Zuspitzen? Immerhin verfügen die “Top-Skandal-Blogger”, deren Arbeit hier durchaus geschätzt wird, über journalistische Ausbildungen oder mindestens Erfahrungen. (Wenn mich nicht alles täuscht.)
StudiVZ: Fortsetzung folgt
Dass es bei StudiVZ eine Fortsetzungsgeschichte geben wird, war abzusehen. Hier ist sie… (siehe auch: Und die Investoren?)
Blogs ungeeignet
Unternehmungen wie das Schweizer Fernsehen würden gut daran tun, keine Blogs zu betreiben. Dieses Format ist ungeeignet für solche Sendeanstalten. Dann würden sie sich Peinlichkeiten der folgenden Art ersparen. Jedenfalls ist im Weblog von Kurt Aeschbacher, der es gewagt hat, in seinem Blog seine persönliche Meinung zu äussern, folgende “Korrektur” zu lesen:
“Der Aeschbacher-Blog über Elton John hat in den letzten Tagen für viel Gesprächsstoff gesorgt. Kurt Aeschbacher hat darin seine persönliche Sicht der Dinge dargestellt. Einige empfanden diese als verletzend. Das wollte Kurt Aeschbacher nicht. Heute hat er nach Absprache mit den Verantwortlichen von SF den Blog-Eintrag über Elton John gelöscht. Wir bitten um Verständnis.”
Natürlich ist der Beitrag auch weiterhin im Google-Cache zu lesen. Nein, gelöscht bedeutet heute nicht mehr gelöscht.
Der Bürger spricht
Bürgerjournalismus ist ein grosses Wort, das zurzeit – mindestens in der Blogszene – euphorisierend wirkt. Was damit an Erwartungen einlösbar sein kann, zeichnet sich erst vage ab. Deutlicher ist bereits, was unter einem solchen Label nicht möglich ist. Hugo E. Martin und Stefan Büffel beschäftigen sich mit der Fortsetzung von Readers Edition, einem “Bürger-Blog” der Netzeitung. Dort wird gerade die Frage angegangen, ob das im Juni 2006 gestartete Blog Readers Edition in der Krise sei. Im Rahmen des neuen Projektes soll eine eigenständige Plattform aufgebaut und etabliert werden. Das Projekt wird in einem Weblog begleitet (dessen Name für die meisten “Bürger” in einem Zug nicht aussprechbar ist).
Und die Investoren?
StudiVZ ist weiterhin unter öffentlichem Druck. Diesen Eindruck bekommt, wer sich den Blog-Nachrichten regelmässig widmet (z. B. bei Basicthinking, Arno Klein, Spreeblick). Das Studierendenverzeichnis wird jedoch nicht nur in der Blogszene heftig kritisiert, auch Heise Newsticker widmet sich heute den StudiVZ-Turbulenzen. Falls die Sachlage von Don korrekt dargestellt ist, stehen schwerwiegende Probleme an. Auch der zuständige Datenschutz soll sich inzwischen eingeschaltet haben und an einer Stellungnahme interessiert sein, schreibt Heise.
Eine zentrale Frage ist in den bisherigen Meldungen zu kurz gekommen. Ich schiebe sie hier nach. Wie konkret prüfen Investoren – immerhin Holtzbrinck – ihre Engagements? Ich bin gespannt, ob es in den nächsten Tagen (und Wochen) klare Antworten auf diese klare Frage geben wird.
Pikantes Detail: In Rom, Paris und Barcelona nutzt StudiVZ gemäss eigenen Angaben die selben Anschriften wie die “grösste Online-Partneragentur” Parship. Nein, es bestünde “keinerlei Geschäftsbeziehungen” zwischen StudiVZ und Parship. Auch Daten seien nie ausgetauscht worden, ist im StudiVZ-Blog zu lesen. Ob dies Art der Nicht-Verbindung dem Image des renommierten Kontaktvermittlers Parship auf Dauer bekommt, ist damit nicht beantwortet.
Books.Google
Bei unserer Link-Liste (Office-Alltag) haben wir neu die Bücher-Recherche von Google hinzu gefügt. Damit ist es möglich, in Buchtexten selbst zu suchen.
Powerpoint zum Teilen
Das Bildungsblog weist darauf hin: Es gibt einen Dienst, bei dem man Powerpoint-Werke (genauer: Slideshows) mit anderen teilen Kann. Das Ganze funktioniert wie Flickr, wo es möglich ist, Fotos zu teilen. Slideshare heisst der Service.
Registrierungsdaten: und kein Ende
Das Problem ist bekannt: In den Registrierungsdateien von Windows sammelt sich über die Monate und Jahre Müll an. Doch das Management dieser Daten ist auf Betriebssystemebene trivial nicht möglich. Ganz trivial geht es auch unter RegSeeker nicht, aber elegant allemal. RegSeeker ist das überzeugendste Registry-Tool, das ich kenne (was freilich wenig aussagt…). Hoverdesk stellt das Tool als Freeware zur Verfügung.