Bloggende CVP

Am Wochenende erscheinen bei uns in der Medienpraxis Blog-Tipps. Dies hat sich inzwischen eingebürgert. Nicht, dass wir nur Blogs vorstellen würden, deren Inhalte, Weltbilder, Perspektiven usw. uns besonders nahe liegen. Es geht darum, auf neue Blogs aufmerksam zumachen, die aus unterschiedlichen Gründen bemerkenswert sein können.

Heute verweisen wir auf das Weblog der CVP Luzern. Dass politische Parteien in der Schweiz bloggen, ist an sich schon eine Besonderheit. Ein Blog-Versuch der SVP ist gescheitert, jedenfalls wurde dieses Blog nach kurzer Zeit wieder geschlossen. Beim CVP-Blog hat man den Eindruck, dass die Beiträge thematisch tatsächlich auf den Hauptlinien der politischen Debatten liegen, und dass es um mehr als blosses Politmarketing geht. Das Blog ist seit rund sieben Monaten aktiv und wird von einem Team betreut.

Väter zwischen Karriere und Familie

Auf das Wochenende hin gibt es unseren Weblog-Tipp. Um das “VäterBlog” von Hans-Georg Nelles geht es heute. Das Blog widmet sich dem Spannungsfeld zwischen beruflichen und familiären Ansprüchen, in dem das Vatersein angesiedelt ist. Thematisch eng gekoppelt ist das Blog an Vaeter-und-karriere.de. Väter und Karriere bietet unter anderem Services, welche die Väterressourcen in Unternehmen besser nutzbar machen. Zudem werden Väter beraten, mit dem Ziel, unterschiedliche soziale Erwartungen erfolgreicher zu “managen”. Das VäterBlog ist erst seit rund drei Monaten im Web.

Thunderbird-Erweiterung

Thunderbird ist ein bekanntes Opensource-Mail-Programm. Zu diesem Mail-Client gibt es einen integrierbaren Terminkalender. Mozilla Lightning nennt sich das Tool. Allerdings ist Lightning noch nicht fertig entwickelt, sondern erst in einer Vorversion erhältlich. Es fehlen vorgesehene Funktionen, insbesondere im Bereich der Synchronisation mit externen Systemen. Die vorliegende Entwicklungsversion gibt einen Einblick in die “Philosophie” dieser Thunderbird-Erweiterung und zeigt auf, wohin die Entwicklung gehen wird.

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Alltagsorientierung überall

Dass die Zeitschrift Focus einen Lead-Artikel zum Thema Web 2.0 veröffentlicht hat, ist in der Blogszene vielfach thematisiert. In diesem Zusammenhang zeigt Focus an einem Beispiel, welches Potenzial die Video-Welle, die zurzeit das Web erfassst, mit sich bringt. Ein knapp 80-jähriger Rentner aus Grossbritannien veröffentlicht in 5-Minuten-Sequenzen bei YouTube seine Lebensgeschichte. Diese Serie ist beliebt und unter dem Titel Telling it all zu finden. Das Beispiel zeigt, wie stark der Alltag in den Fokus des Interesses rückt. Und vielleicht ist gerade dies eine der bemerkenswertesten Entwicklungen, die wir zurzeit (im Web) erleben.

Kommunikationsschulung mit E-Modul

Viel zu spät bin ich auf eine Meldung aufmerksam geworden, die im Weblog Medienpädagogik bereits im Januar publiziert wurde: Interaktive Videos zu Konfliktbewältigung. Zusammengefasst: Im Kanton Bern wird im Schulkontext mit interaktiven Videos gearbeitet. Wenn ich das richtig sehe, ist das Ziel, Schüler für dem Umgang mit “kritischen” Kommunikationssequenzen zu sensibilisieren. Dieses Modell könnte übertragen werden auf andere Aspekte der Kommunikationsschulung, so meine erste Einschätzung. Gerade in diesem Bereich fehlt es (uns) an Vorstellungen, wie eine Verbreiterung von lernmethodischen Zugängen erreichbar ist, mit dem Ziel, auch selbstständiges Lernen zu ermöglichen. Zum Modell aus Bern…

Firefox-Tag

Update: Seit heute Vormittag kann die neue Version heruntergeladen werden.

“In puncto Usability und Sicherheit hat der Redmonder Konzern seinen Browser auf einen zeitgemäßen Stand gebracht, die Unterstützung aktueller Web-Standards lässt allerdings weiterhin zu wünschen übrig”, schreibt die Computerwoche. Als Alternative drängt sich Firefox auf und das nicht erst seit heute. Der Opensoruce-Browser erscheint genau heute in der Version 2.0. Ein Meilenstein in der Firefox-Entwicklung. Firefox ist schnell und leistungsstark. (Wer die Aufstartgeschwindigkeit beklagt, sollte nach “Prefetch Firefox” googeln. Das Arbeitsspeicher-Handling kann auch für Firefox optimiert werden.)

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Für 25 (520) Einwohner ein Computer

Die Schweiz ist kleinräumig strukturiert und wird kleinräumig verwaltet: durchaus erfolgreich und effizient in nicht wenigen Gemeinden. Dies kann fürs Erste mindestens unterstellt werden. Inwieweit kann die Frage nach der Effizienz kommunaler Verwaltung gleichsam indikatorisch (oder metaphorisch) an der IT-Organisation festgemacht werden? Eine aktuelle Studie, an der sich 251 Gemeinden beteiligt haben, zeigt interessante Ergebnisse. Die Schweizer Gemeinden verwenden unterschiedliche IT-Lösungen und der Aufwand, den sie bei der IT betreiben, ist sehr unterschiedlich.

“Während Degersheim einen Computer auf 25 Einwohner im Einsatz hat, verwaltet das basellandschaftliche Pfeffingen 520 Einwohner pro Computer”, ist im St. Galler Tagblatt zu lesen.

Dabei bezieht sich die Zeitung auf eine Studie von FDMM. Hinter der Studie steht offenbar das Bedürfnis der Gemeinden, solides Datenmaterial zu erhalten, um die Steuerung des IT-Bereichs zu erleichtern. Unklar ist mir, inwieweit auch Opensource-Optionen einbezogen wurden.