Spenden sammeln via Internet

Immer Freitags wartet die Neue Zürcher Zeitung mit dem Schwerpunkt Medien und Informatik auf. Und immer Montags gibt es im Tages-Anzeiger die Digital-Seiten. Unter Digital berichtet der Tages-Anzeiger aktuell von der in Europa wenig bekannten Art des direkten Internet-Fundraisings. Als Beispiel wird Fundable genannt. Dort kann zu Spenden aufgerufen werden. Gesammelt wird zur Finanzierung der Zahnarztrechnung, für ein eigenes Musikprojekt, eine Buchpublikation oder fürs Studium. Abrechnet wird beispielsweise über das weit verbreitete Paypal. Wer sich bei Fundable umschaut, wird staunen: Es sind keine geringen Beträge, die mit diesem System relativ rasch zusammen kommen.

Internetüberwachung – mehr als blosse Fantasie

Dass das Internet bei Staatsschützern, bei Nachtwächtern aller Art, Überwachungsfantasien auslöst, ist weder neu noch überraschend. Doch die neuesten in der Sonntagszeitung dargestellten Absichten des Bundes dürften weiter gehen, als es selbst skeptische Beobachter vermutet haben. Da werden beispielweise in der Sonntagszeitung mögliche Überwachungsmethoden vorgestellt. Soll beim Provider oder bei Internet-Knoten interveniert werden. Oder ist eine dritte Variante effizienter?

“Diese dritte Variante läuft im Prinzip darauf hinaus, die so genannten ADSL-Router und Kabelmodems mit einer als Wanze funktionierenden Software auszurüsten, die im Bedarfsfall von aussen eingeschaltet werden kann.”

Nur ein Gedankenspiel von notorischen Schwarzmalern? Mitnichten. “Mit ersten Feldversuchen will der Dienst für besondere Angelegenheiten des Uvek bis Ende Jahr die Machbarkeit der drei Varianten prüfen. Für diese Tests wurden spezielle Nutzerkonten in der ganzen Schweiz eingerichtet”, schreibt die Sonntagszeitung (21.5.2006).

LiteRat-Nachfolger Citavi

Martin Hoffmann hat in seinem Weblog auf die Software Citavi – Literaturverwaltung und Wissensorganisation – aufmerksam gemacht. Inzwischen habe ich mir diese Weiterentwicklung des bekannten Literaturverwaltungs-Tools LiteRat genauer angeschaut. Seit 2004 gibt es die Academic Software Zurich GmbH (ASZ), die sich diese Weiterentwicklung zum Ziel gesetzt hat. Weiterlesen

Firefox: neue Vorabversion

Mozilla stellt Firefox in der Version 2.0 vor. Allerdings handelt es sich um eine Vorabversion, um Alpha 2, die nicht für den Alltagsgebrauch gedacht ist. Aufpoliert wurden beispielsweise Such- und Feedfunktion. Auf Ende Mai ist bereits Apha 3 angekündigt.

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Computer für den “grauen Markt”

Fujitsu Siemens Computing hat einen Computer vorgestellt, der speziell für den “grauen Markt”, also für Seniorinnen und Senioren, gedacht ist. Das System soll über die Funktionalität eines modernen Computers verfügen, jedoch mit speziellen Unterstützungen aufwarten. Jedem Anwendungsbereich ist eine Farbe zugeteilt und mit einer Art Leitsystem wird der User durch die konkrete Anwendung gelenkt. Die unterschiedlichen Farbbereiche sind an der Tastatur zu finden. Bei der Wahl der Software habe man überdies auf einfache Bedienbarkeit geachtet, erläutert der Hersteller. Das System wird SimpLiCo genannt und basiert auf Linux.

Chat-Room als Risiko

Wie das Bundesamt für Polizei berichtet, sind bei der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität im vergangenen Jahr mehr Meldungen zu verdächtigen Internetinhalten eingegangen als die beiden Jahre zuvor. Die Koordinationsstelle bietet die Möglichkeit, via Internet problematische Inhalte zu melden. Konkret wurden im letzten Jahr 7345 Meldungen verzeichnet. Während in den Vorjahren Spam der häufigste Grund für die Kontaktnahme mit der Koordinationsstelle war, ging es im 2005 meistens um kinderpornografische Inhalte. Vor allem Chat-Rooms würden für Kinder ein Risiko darstellen. Methodenkritisch betrachtet, stellt sich die Frage, inwieweit ein Rückschluss von diesen steigenden Meldungszahlen auf eine Zunahme problematischer Entwicklungen im Internet möglich ist. Was mich betrifft, bleibe ich skeptisch.

Social Skills in Salzburg

In Salzburg findet am 23. und 24.4.2006 eine interdisziplinäre Fachtagung unter dem Titel Social Skills durch Social Software statt. Die tagungsstrukturierende Frage lautet: Erweitert die Verwendung neuer Internet-Technologien in Lehr-, Lern- und Wissensprozessen auch soziale Kompetenzen? Von aussen betrachtet, ist nicht klar, wie der Begriff der “sozialen Kompetenz” im thematischen Kontext der Veranstaltung gefasst werden soll. Auf jeden Fall warten die Veranstalter mit interessanten Präsentationen und Workshops auf. Es geht um Fach-Weblogs, den Wiki-Einsatz beim (oder: zum?) kollaborativen “Wissensaufbau in einer Gemeinschaft” oder um die E-Portfolio-Methode.

PC-Tipp widmet sich TrueCrypt

In der Mai-Ausgabe hat die Schweizer PC-Zeitschrift PC-Tipp einen umfangreichen Artikel zur Verschlüsselungslösung TrueCrypt veröffentlicht. Es handelt sich bei diesem Tool um Open Source. Der Text führt kompetent in die Arbeit mit TrueCrypt ein. Er kann insbesondere für Verschlüsselungslaien eine echte Unterstützung sein. (Siehe auch TrueCrypt in neuer Version)

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ETH Zürich mit PolyPhone

Einmal mehr zeigt sich die ETH Zürich als erste Adresse, wenn es um Innovation geht. Am kommenden Freitag (12.15 Uhr, Hauptgebäude) führt die Hochschule offiziell PolyPhone ein, eine Plattform, die es über 18000 Studierenden ermöglicht, via Sprache, Video oder Kurzmeldungen miteinander zu kommunizieren. Kosten für die Nutzer entstehen nur beim Kontakt mit Externen. Erforderlich ist lediglich ein Internet-Zugang.

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Java als Open Source

Die Open-Source-Bewegung könnte in nächster Zeit deutlichen Aufwind erhalten. Jonathan Schwartz, Sun-Chef, gab bekannt, dass die Programmiersprache Java als Open Source freigegeben werden solle. Noch ist das Wie der Freigabe jedoch unklar.

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