Heftige Vorwürfe erhebt gemäss dem Heise Newsticker die Organisation Reporter ohne Grenzen gegen Yahoo. Heise schreibt:
“Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen hat nach eigenen Angaben Einblick in das Urteil gegen den chinesischen Cyberdissidenten Li Zhi bekommen. Daraus gehe demnach hervor, dass die in Hongkong ansässige Yahoo-Tochter und der chinesische Provider Sina massgeblich bei Ermittlungen gegen Li geholfen haben.”
Sabue verweist im Studierendenblog der FHS auf students.ch. Dieser Dienst bietet kostenlos Informationen für das Studium und Services für studentische Arbeitsgruppen an. Students.ch wird von einem Team von Hochschulstudenten geführt und definiert sich als wirtschaftlich unabhängig.
Das bekannte Weblog Randgänge von Thomas N. Burg hat ein neues Gesicht: ” Made with WordPress and the Semiologic CMS”.
Peter Rojas ist in der Blogszene bekannt. In diesen Tagen startet er mit seinem Personal Blog. Dieses ist einen Besuch wert…
Den heisetreff.de gibt es bereits seit dem 22.2.2006. Trotzdem bin ich erst heute auf das Angebot aufmerksam geworden, und zwar beim Stöbern im Presseportal: Damit steigt auch der Heise-Verlag in das eKleinanzeigen-Geschäft ein. Für Printmedien dürfte sich der Anzeigenmarkt insgesamt weiter verschärfen. Gefragt sind dort seit längerem Alternativmodelle zur “klassischen” Anzeigenakquisition.
Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ist, was Werbung in Blogs betrifft, durchaus skeptisch. Dies ist einem Artikel in der Financial Times Deutschland zu entnehmen (24.2.2006). Zitiert wird der Geschäftsführer des Verbandes, Volker Nickel:
“Zwar sei Werbung via Bannerschaltung in Blogs möglich. Allerdings handele es sich bei Bloggern nicht um den typischen Querschnitt der Mediennutzer, der mit der Werbung erreicht werden soll. Vielmehr seien Blogger speziell an dem Thema interessiert, mit dem sich das jeweilige Forum beschäftige. Unternehmer, sagt Nickel, gingen das Thema Werbung in Blogs daher vorsichtig an.” (Financial Times Deutschland)
Und dann der entscheidende Satz: “Solange Blogs anarchischen Charakter haben, halten sich die Firmen zurück.” (Nickel, zitiert in der Financial Times Deutschland)
Das was Blogs ausmacht, ist unter anderem die niederschwellige Möglichkeit, lebensweltnahe Informationen öffentlich, teilweise community-orientiert, zugänglich zu machen und dabei mit Partizipationsbedürfnissen zu rechnen. Dies hat prinzipiell den Effekt, dass sich Blog-Kommunikation nicht berechenbar ereignet. Falls dies mit “anarchistisch” gleich gesetzt würde, müssten sich die Akteure damit abfinden, dass sich Werber unumgehbar mit Blog-Werbung schwer tun. Auch in Zukunft. Die Welt ist mehr als eine Werbeplattform. Das ist die gute und die schlechte Nachricht.
Einiges deutet darauf hin, dass OpenOffice den Markt erfolgreicher durchdringt, als dies von Beobachtern erwartet wurde. Auch Wiener DER STANDARD berichtet darüber:
“Der Umstieg vieler Behörden und Gemeinden von Windows auf Linux dürfte weniger eine Entscheidung für oder gegen Windows oder Linux sein, sondern ein Wechsel zu einem kostenfreien Office und einem Büropaket, das nichts kostet, aber viel bringt”, schreibt DER STANDARD heute.
Auch im Umfeld von Schulen und abgesehen davon, in bestimmten Weltgegenden, holt OpenOffice Marktanteile.
Zurzeit fehlt es OpenOffice allerdings an einem Planer (wie Outlook von Microsoft). Immerhin zeigt die renommierte Fachzeitschrift CT in der aktuellen Ausgabe einen Weg auf, wie das Zusammenspiel zwischen Outlook und OpenOffice wesentlich erleichtert und verbessert werden kann.
Einerseits fördere die “offene und diskursive Struktur von Weblogs kontroverse Darstellungsweisen politischer Fragen”. Dieser durchaus wünschbare Effekt kontrastiert jedoch die Absichten von Wahlkämpfern, die an kontrollierbaren und kalkulierbaren Agenden interessiert sind. Der Wissenschaftler Roland Abold (Bamberg) widmet sich in einem neuen Text den Fragen nach “Nutzung und Akzeptanz von Weblogs im Bundestagswahlkampf 2005″. Der Text (24 Seiten stark) ist als PDF-Datei verfügbar…
Einen einprägsameren Domain-Namen als schweiz.ch kann man sich – nebst ch.ch – aus Sicht des Bundes nicht vorstellen. Doch die Versuche, sich dieses Namens zu bemächtigen, waren für den Bund bisher nicht erfolgreich. Das könnte sich ändern.
“… Zur Beilegung des langjährigen Streits leitet die Bundeskanzlei ein Verfahren bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (Wipo) ein. Gemäss der neueren Schweizer Rechtssprechung hat der Bund gute Chancen, sich den Namen zu sichern.” Ist in der Neuen Zürcher Zeitung (23.2.2005) zu lesen.
Der Hinweis von Christian Schenkel (im Kommentar) ist uns eine prominentere Platzierung wert: “Da mich das Thema social software im Zusammenhang mit demokratietheorietsichen Überlegungen interessiert, habe ich in meinem DokuWiki eine kleine Artikelsammlung angelegt.” Zum Wiki von Christian…
Auch die aktuelle Ausgabe von CT – Magazin für Computertechnik – widmet sich dem Web 2.0. Verkürzt: Unter Web 2 werden Dienste und Techniken verstanden, welche “die Surfer nicht als passives Klickvieh” (Seite 148) betrachten, sondern ihnen ermöglichen, Inhalte mitzugestalten. Parallel dazu bin ich auf Web2null gestossen, einem deutschsprachigen Sammelalbum für Web-2.0-Anwendungen. Schwerpunktthemen sind unter anderem “Bookmarks”, “Fotos” und “RSS”.
In der Schweiz soll künftig der Breitbandanschluss zur Grundversorgung gehören. Eine bestimmte Technologie wird dabei nicht präferiert. Die Neudefinition der Grundversorgung wurde durch das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) vorgenommen. Zu den vorgeschlagenen Änderungen in der Fernmeldeverordnung läuft zurzeit ein Vernehmlassungsverfahren. Dies bedeutet, dass die interessierten Kreise zu einer Stellungnahme eingeladen sind. Auch eine Preisgrenze wurde festgelegt:
Für den Breitbandanschluss “gilt eine Preisobergrenze von 69 Franken (exkl. Mehrwertsteuer), damit die Abonnenten, die über keinen Zugang zu Konkurrenzangeboten verfügen, nicht zu hohe Preise bezahlen müssen”, schreibt das Bundesamt in der Medienmitteilung.
Das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (Berlin und Köln) hat seine Arbeit aufgenommen. Der Hinweis stammt aus dem Medienbund der Neuen Zürcher Zeitung von heute. Die einfache Recherche zeigt die Schwerpunkte des Instituts, das in Köln eine Forschungsstelle betreibt: Das Institut führt ein Beobachtungssystem ein, um Medienmärkte und medienpolitische Entwicklungen zu beobachten und zu beschreiben. Geplant ist auch die Schaffung eines umfassenden Online-Forums, in dem Wissenschaftler und Fachautoren präsent sein werden. Auf der Webseite wird im Weiteren auf die Studie “Wer beherrscht die Medien?” verwiesen, die in der vierten Auflage 2005 im Umfeld des Instituts erschienen ist. Diese Studie dient als Basis für das Online-Informationssystem zu Medienentwicklungen.
Wenn wir schon bei der Generationenfrage sind (siehe Meldung zum Rentnerblog): Gerhard Bremer, bekannt aus der Computeria-Bewegung und Initiant verschiedener Generationenprojekte, ist ebenfalls unter die Blogger gegangen. Sein Schwerpunkt: Das Internet soll verstärkt für den Dialog zwischen den Generationen genutzt werden. Folgerichtig nennt er sein Weblog auch Generationen im Dialog. Auch Bremers Blog befindet sich in der Startphase.
Andreas Göldi reist durch Indien und berichtet in seinem Blog über den Stand dortigen der Telekommunikation:
Die Situation punkto Versorgung mit Telefonanschlüssen habe sich in den indischen Städten wesentlich verbessert, schreibt Göldi. Aber:
“In der Provinz kommen nicht einmal 2 Telefonanschlüsse auf 100 Menschen. Zwar sind privat betrieben Telefonzellen in jedem Dorf vorhanden, aber von einem eigenen Telefonanschluss können indische Bauern meist nur träumen.” (Europa: meistens deutlich über 140 Anschlüsse auf 100 Einwohner, inkl. Mobiltelefonie; Quelle: Andreas Göldi, Weblog Konvergenz).
Die digitale Spaltung bleibt ein Hauptproblem der so genannten Globalisierung. Sie wirkt innerhalb westlicher Gesellschaften, noch deutlicher aber zwischen westlichen Gesellschaften und Entwicklungsländern. Globales Dorf? Nicht wirklich. Damit die Metapher des Globalen Sinn machen würde, müssten beispielsweise die Dörfer Indiens, Afrikas oder Südamerikas einbezogen werden. Davon sind wir noch zu weit entfernt.
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