Blogethik und Recht

Gast-Blogger Rainer Langenhan ist Betreiber des Rechts-Blogs handakte. Er äussert sich in der Medienpraxis.ch zum Thema Recht und Blogethik.

Bezüglich der Blogethik unterliegen der Autor und die Kommentatoren zunächst einmal dem Recht z .B. des Landes, in dem die Domains gehosted werden (Zit: Solange sich ein Rechtsstreit um eine “.de” – Domain [sog. ccTLD - country code top level domain] dreht und beide Parteien ihren Sitz in Deutschland haben, wirft die Frage der gerichtlichen Zuständigkeit und der Anwendbarkeit des Rechts im Regelfall keine Probleme auf. Zuständig sind dann deutsche Gerichte, die deutsches Recht anwenden).

Ein Verstoss “allein” gegen die Blogethik, der sich der Autor freiwillig “unterworfen” hat, hätte mangels Verbindlichkeit keinerlei Konsequenzen. Sofern ein Autor Wert auf Blogethik legt, wird sich dies unmittelbar durch Art und Inhalt des Blogs dem Leser erschliessen.

Der Betreiber eines Weblogs kann nicht erwarten, dass sich jeder einzelne seiner Leser die blogethischen Vorstellungen zu eigen macht. Er kann allenfalls darauf hoffen, dass der eigene Stil genügend Anhaltspunkte dafür bietet, welchen Ansprüchen (auch) die Kommentare genügen sollten. Verstösse können – im Gegensatz zu solchen des Betreibers – immerhin durch Gebrauch des “Hausrechts” geahndet werden.

Als Ergebnis zeigt sich, dass unter juristischen Gesichtspunkten Blogethik keinen Vorteil bringt. Wer mehrheitlich provozieren will, wird sich keinen “Richtlinien” anschließen, seien sie verbindlich oder nicht. Dann bleibt eben doch nur der Rechtsweg…

Demokratisches und ökonomisches Potenzial

Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Institut für Medien und Wirtschaft, führt am 23. und 24.9.2005 die Tagung Weblogs, Podcasting und Videojournalismus durch. Untertitel: Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potenzialen. Die Tagung widme sich dem “bislang vernachlässigten Spannungsfeld der privaten, politischen und ökonomischen Ausrichtung neuer Kommunikationstechnologien”, kündigen die Veranstalter an. Zur Tagungs-Webseite

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Prinzip Unternehmens-Blogging

Sun rechnet mit der Blogger-Gemeinde, soviel ist bekannt. Bekannte Sun-Mitarbeiter bloggen, auch das ist nicht neu. Sun sieht im Blogging eine Möglichkeit, Kunden und Partner “direkt” zu erreichen. “Bill Howard, Simon Phipps und Tim Bray, drei prominente Vordenker von Sun, kamen kürzlich zu einer Diskussion über die Chancen, Risiken und Leitprinzipien des Bloggings im Unternehmen zusammen.” Dieses Gespräch ist publiziert… (Ich bin verspätet auf den Text gestossen.)

Tim Bray sagt im Gespräch: “Um als Blogger Erfolg zu haben, braucht man nicht unbedingt Abertausende von Lesern. Es gibt überaus erfolgreiche Blogger, die gerade mal ein paar Hundert Leser erreichen. Es müssen eben nur die richtigen Leser sein.”

Wahlkampf-Chat in Deutschland

Der Wahlkampf in Deutschland geht in die Schlussphase. Zum Abschluss bietet Heise einen Live-Chat an. Wie Metablocker schreibt, werden die Internet-Sprecher der Parteien, insgesamt fünf Personen, teilnehmen. Der Chat beginnt am 9.9.2005 um 15 Uhr (Dauer: rund eine Stunde). Zur Meldung bei Heise

Google-Blog

Zurzeit ist es “in”, sich mit Google zu beschäftigen. Auch DIE ZEIT trägt das ihrige zu diesem Trend bei. Das Google-Blog berichtet – man ahnt es: über Google…

Jörg Warras im Gespräch

Seit Jahren ist der Bremer Diplom-Pädagoge Jörg Warras mit verschiedenen Webangeboten für die Soziale Arbeit in der Fachszene präsent. Die meisten seiner Angebote hat er inzwischen unter dem Label Info Sozial vereint. Das Blogformat hält er für besonders geegnet, den Anforderungen der Sozialen Arbeit gerecht zu werden: ” Dieses Konzept ermöglicht eine ideale Form von Webseiten für das Sozialwesen.” Für ihn zählt, besonders wenn es um Angebote für die Soziale Arbeit geht, nicht der Counter: “Besonders erfolgreich sind für mich Projekte, bei denen sich Nutzerinnen und Nutzer einbringen, austauschen und mitgestalten. Dieser Community-Gedanke ist im Sozialwesen stark vertreten, was aber nicht heisst, dass es hier leichter wäre, eine Community aufzubauen.” Sozialjournal.ch hat mit Jörg Warras über seine Erfahrungen als Anbieter gesprochen und nach seinen Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen gefragt. Ein Gespräch….