Medienpraxis.ch

Nein, nicht bloss Twitter-Ersatz

Nein, auch die „freien Zirkel“ rund um GNUsocial (Quitter usw.) werden die aktuellen, dramatischen Social-Media-Marktverhältnisse nicht grundlegend erschüttern. Jedenfalls ist das angesichts von Lock-In-Effekten, Pfadabhängigkeiten usw. anzunehmen. GNUsocial ist übrigens die Fortsetzung von StatusNet.

Die Entscheidung, GNUsocial zur Community-Entwicklung zu nutzen, muss zwingenderweise anders motiviert sein. Die „beste“ Community ist die „passende“: ist eine Community, in der explizite Interessen und latente Motivationen ebenso teilbar sind wie „kulturelle“ Vorstellungen von Kommunikation und Interaktion.

Vor diesem Hintergrund wird Gnusocial als dezentrales Microblogging-System interessant. Das System basiert auf offenen Standards, so dass die Kommunikation über die einzelnen Hosts hinweg möglich ist. Faktisch bedeutet dies, dass die Abhängigkeit von einem (von „dem“) Anbieter überwunden werden kann.

Kurzum: ausprobieren…

Kurzeinführung: http://wiki.gnusocial.de/gnusocial:start
Hosts: http://gnusocial.de – http://www.quitter.se
Beispiel: https://gnusocial.de/vorinstanz

Tablets als eine Brillenart?

Thomas Tröbinger beschreibt in seinem Artikel, der bei erwachsenenbildung.at erschienen ist, die Bedeutung Neuer Medien für Menschen mit Handicap. Mit seinem Text zielt er auf den Ermöglichungshorizont technologischer Entwicklungen. Oft hingegen haben wir es beispielsweise in der Sozialpädagogik mit Argumenten zu tun, die sich an den technikinduzierten Exklusionsrisiken reiben.

Ein interessanter Beitrag zu einem Kernthema von Social Informatics, der auch im Studium zum Tragen kommt.

Übrigens: erwachsenenbildung.at bietet nicht nur ausnahmsweise interessante Beiträge. Uns ist diese Plattform eine Empfehlung wert.

Twitter, das „falsche“ Facebook?

Für Twitter-Puristen ein Graus. Was Facebook zu oft ungeniessbar macht, soll nun uns Twitter-Aktivisten blühen: Schüleraufsätze von Erwachsenen für Erwachsene. Eben das “klassische” Facebook-Genre.

Bislang schützte bei Twitter die 140-Zeichen-Beschränkung vor der Entfaltung dieses Formates. Neu müssen wir mit 10.000 Zeichen starken Tweets rechnen. Etwas in 140 Zeichen auf den Punkt zu bringen, verlangt einen bemerkenswerten Umgang mit Sprache. Hie und da und bestenfalls hat sich die Twitter-Sprachsphäre als Raum für knifflige Sprachspiele erwiesen.

Immer mehr verliert Twitter den “Markenkern”, um es modisch auszudrücken. Meines Erachtens entwickelt sich Twitter in die falsche Richtung. Sich dem Hauptkonkurrenten weiter anzupassen, zeugt von einer Defensivstrategie. Twitter hat als kleines Facebook keine Chance.

Gelöschte Sünden?

Wenn Politikerinnen und Politiker ihre Tweets (oft kurzfristig und oft die peinlichen) wieder löschen… Nein, dann sind sie nicht „wirklich“ gelöscht. Zwischenzeitlich hatte Twitter den API-Zugriff für Politwoops gesperrt. Doch nun soll der Service wieder nutzbar werden. Politwoops macht systematisch gelöschte Tweets des politischen Personals sichtbar. Allerdings geht es nur um ausgewählte Politikgrössen.

Neue Jobs?

„Alle Facebook-Kommentare und Tweets sollten vorab überprüft und, falls nötig, gelöscht werden — so stellt sich die CSU das Internet im Jahr 2016 vor.” (Das würde ein Job-Wunder schaffen…) Mit diesem Text führt DIE ZEIT in den aktuellen Kommentar von Patrick Beuth ein.

Beuths Beitrag macht fast schon spielerisch deutlich, wie wenig uns eine Politisierung des Internets vor Ökonomisierung und technologischer Enthemmung zu schützen vermag. Gerade die Absurdität, die sich in politischen Zugängen zu Fragen und Problemen “des Netzes” offenbart, stimmt skeptisch. Dem gegenüber wirkt die “Weltmacht Google”, wie sie heute im ZDF WISO thematisiert und wohl skandalisiert wird, schon fast wie das kleinere Übel.

(Ernsthafte) Spielerei

Wir sind zurzeit daran, mit dem Blog-System von Twitter, medium.com (typische Adressstruktur: medium.com/@eugster), spielend zu lernen… Medium.com gibt es seit 2012. Es bietet eine puristische Oberfläche und gute Sharing-Optionen. Medium.com ist als Teil der Twitter-World einzuordnen und zu begreifen.

Werkzeuge, nichts als Werkzeuge

Welche Tools haben 2015 unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Entweder waren sie besonders nützlich für uns oder aber sie markierten interessante (Neu-)Entwicklungen. Eine persönliche Auswahl, im Sinne einer Anregung. Weiter

Facebook Notes

Dass Blogger Facebook lediglich als Vertriebskanal nutzen, ist ein Problem: ein Problem für Facebook. Um Content in die Fangarme des Social-Media-Riesen zu bringen, wurde nun Facebook Notes freigeschaltet. Geboten wird eine schlichte Zusatzfunktion. Und nichts spricht dagegen, dass Facebook Notes eine beachtliche Breitenwirkung erzielen wird. Allein schon die Multiplikationseffekte, die Facebook aufgrund des Gesetzes der grossen Zahl zu erzeugen vermag, werden überzeugen. Alle, denen genau dies wichtig ist (und weshalb sollte einem dies nicht wichtig sein?), sind gut bedient.

Link zur Notes-Funktion von Facebook: https://www.facebook.com/notes/

Restart 2016

Unser Medienpraxis.ch startet mit dem neuen Jahr neu. Wir sind entschlossen, den Blog-Klassiker wieder zu beleben und in unsere Social-Media-Landschaft zu integrieren. Mittelfristig wollen wir dieses Blog mit unserer neu gestarteten Signal-Gruppe Social Informatics verknüpfen.

Social Informatics heisst das Masterstudium, das seit 2000 an der FHS St.Gallen angeboten wird.

Drei Trends und ihre Wirkungen auf meinen Alltag

Welche Trends im Bereich der Neuen Medien werden mich 2016 direkt beeinflussen? Drei Entwicklungen und deren vermutete Wirkung auf meinen Alltag: eine persönliche Skizze. Weiter

Schutzbedürftigkeit von Daten

Auch im privaten Bereich divergieren Datenschutzbedürfnisse von Person und Person und schliesslich gilt auch hier die Klassifikation des Datenschutzes. Demnach wird die Schutzbedürftigkeit von Information in Klassen abgebildet, wobei unterschiedliche Klassifizierungsmodelle bekannt sind. Weiter

Twittern und in Frieden leben (?)

Lose Gedanken, eine Notiz

Wer aktiv twittert und dennoch oder trotzdem in Frieden leben will, tut meines Erachtens gut daran, folgende Erkenntnisse zu akzeptieren: Weiter

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